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Das 1×1 der Display Ads – Teil 1: Formate und Positionen von Online-Werbebannern

von Tobias Kärcher am 7. Februar 2012 · 1 Comment · In Marketing

Das Werbebanner ist fast so alt wie das Internet selbst. Als statisches Bild, Animation oder auch nur als Textlink ist es eine einfache und flexible Möglichkeit, die eigene Website zu monetarisieren oder eigene Werbebotschaften zu verbreiten. Und auch wenn heute viele andere Formen von Online-Werbung sehr erfolgreich sind, hat das einfache Banner noch immer eine große Bedeutung. Daran konnte auch die zunehmende Verbreitung von Werbeblockern nicht viel ändern. Grund genug, sich den Oldie des Online-Marketings einmal genauer anzusehen.

Dieser erste Teil wirft einen subjektiven Blick auf die Positionen und Formate der Display Ads, sowie deren Vor- und Nachteile in der Praxis. Die genauen Bezeichnungen schwanken und überschneiden sich im Gebrauch teilweise sehr. Auch die Erfahrungen, die ich mit diesen Formaten gemacht habe, werden eventuell von anderen abweichen. Ergänzungen und andere Einschätzungen hierzu gerne in die Kommentare!

Banner

Das Banner, heute Synonym für jegliche Arten von Werbe-Displays: Vom Halfsize-, Fullsize- bis zum Superbanner geht es über die gesamte Breite der Website. Es hat mittlere Aufmerksamkeitswerte und ist oft noch recht günstig. Mankos: Aufgrund des Formats beschränkte Gestaltungsmöglichkeiten. Auch wenn es bei Seitenaufruf garantiert im Blickfeld ist – sobald der Nutzer auch nur einmal das Mausrad bewegt, ist es aus dem Bild verschwunden. Eine tiefere Positionierung ist hier empfehlenswert.

Halfpage

Ganz andere Möglichkeiten bietet da die Halfpage-Ad. Mit wuchtigem Format setzt sie sich neben die Hauptinhalte in die Sidebar. Schön zu designen, (fast) nicht zu übersehen und trotzdem kaum störend, da sie den Seitenkern nicht berührt. Eigentlich mein Favorit, auch wenn man beachten sollte, dass keine relevanten Navigations- oder Menüpunkte in der Seitenleiste zu tief nach unten rutschen.

Skyscraper

Verbannt man die Halfpage aus dem Korpus der Website und “klebt” sie an dessen Rand, so spricht man vom Skyscraper. Er ist schlanker gestaltet, dafür etwas höher. Er stört die Nutzererfahrung kaum, kann natürlich auch mal leicht übersehen werden. Skycraper fallen daher oft durch knalligere Farben oder Animationen auf. “Skyscraper” steht auch oft synonym für alle hochformatigen Displays. Die solide Durchschnittswahl für jedermann. *gähn*

Wallpaper

Gleiche Grundidee beim Wallpaper: Das Layout der Website wird nicht gestört, dafür wird in deren Hintergrund großflächig geworben. Die Größen gehen hier vom Skyscraper “um die Ecke” bis hin zu Formaten, die den gesamten Hintergrund einnehmen. Wird mit zunehmend höheren Bildschirmauflösungen beliebter – Nutzer mit alten Screens sehen aber dementsprechend wenig! Gestalterisch kann man sich hier voll austoben und die ganze Website in die eigene Werbewelt einbetten.

Rectangle

Ihr wollt auf keinen Fall übersehen werden: Dann knallt ein Rectangle mitten zwischen die Inhalte. Maximale Awareness, flexibles Format und idealerweise eine thematische Integration führen zu guten Click-Through-Raten. Oder nicht? Nicht unbedingt: Die Dinger nerven viele nämlich derart, dass eine Seite die sie verwendet fast automatisch an Trust verliert und Nutzer schon beim ersten Anblick abspringen. Der Ätz-Faktor wird nur noch übertroffen vom…

Pop-up

…Pop-up. Diese Unart wird kollektiv derart abgelehnt, dass alle modernen Browser einen Pop-up-Blocker fest integriert haben. Pop-ups werden also nur in einem Bruchteil der Seitenbesuche überhaupt angezeigt. Und wenn man das Teil dann entnervt wegklicken möchte, beschert man dem Werbenden oft noch einen versehentlichen Besuch. In der “Frauen aus Deiner Umgebung”-Branche sicher noch ein rentables Mittel, für alle halbwegs seriösen Werbetreibenden aber keine Option. Leider versuchen es nach wie vor viele.

Layer

Nicht viel anders verhält es sich mit den unterschiedlichen Formen von (Flash-)Layern. Leider sind diese auch auf vielen Premiumseiten im Einsatz und einer der Hauptgründe, warum ich einen Adblocker verwende. Auf der Suche nach einem klitzekleinen “Schließen”-Button hat der Nutzer trotz allem nicht das Gefühl, so hart gehijacked worden zu sein, wie es bei einem Pop-up der Fall ist. Aus diesem Grund hält sich das Layer wacker und macht nicht zuletzt Mobile-Nutzern das Leben zur Hölle.

Jedes Format gibt es natürlich in vielen Darstellungsformen. “Expandables” beispielsweise vergrößern sich beim Mouseover oder schieben sich in den Vordergrund. Auch die Inhalte sind flexibel: Bild, Video, interaktive Banner mit keinen Spielen oder dergleichen – alles ist machbar. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Welches sind Eure Lieblinge als Werber? Oder welches Eure Hassobjekte als Nutzer?

Pic: michaeltk (CC BY 2.0)

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Das 1x1 der Display Ads - Teil 1: Formate und Positionen von Online-Werbebannern , 5.0 out of 5 based on 1 rating

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