“Innovationsquelle Nr. 1 sind unzufriedene Mitarbeiter”

unzufriedene mitarbeiter Innovationsquelle Nr. 1 sind unzufriedene Mitarbeiter

Seit einigen Monaten habe ich das sehr empfehlenswerte Buch, “Re-Imagine” von Tom Peters (Dorling Kindersley; Auflage: 2004), aufgeschlagen auf meinem Arbeitstisch liegen. Erstaunlicherweise hänge ich an einer bestimmten Stelle seit vielen Wochen fest und springe zwischen den Seiten 296-303 hin un her. Ich möchte heute gerne drei kurze Stellen daraus kommentarlos zitieren und hoffe, dass sie Euch ähnlich interessant erscheinen wie mir.

Wenn ihr mich erlösen wollt, damit ich endlich weiter lesen kann, bitte ich um Eure Einschätzung  des Folgenden: 

“ Im Großkonzern? In Ihrer 28-köpfigen Personalabteilung?

LAHME MITARBEITER = SELBER LAHM
SCHRÄGE MITARBEITER = SELBER SCHRÄG”

S. 299 

und

“Wenn Sie mehr über das Potential der Verrücktheit erfahren wollen, empfehle ich Ihnen wärmstens Robert I. Suttons Buch “Stellen Sie Leute ein, die sie eigentlich nicht brauchen. 11½ Regeln für kreative Manager.”

[...]

1. “Stellen Sie Arbeitskräfte ein, die den Firmenkodex nur langsam lernen”.

1 ½.”Stellen Sie Personen ein, die Ihnen unsympathisch sind”.

2. “Stellen Sie Personen ein, die Sie (wahrscheinlich) nicht brauchen”.

3. “Nutzen Sie Vorstellungsgespräche, um sich neue Ideen zu verschaffen, nicht um Bewerber auszusieben”.

4. “Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter dazu Vorgesetzte udn Kollegen zu ignorieren und herauszufordern”.

5. “Stellen Sie ein paar ‘Frohnaturen’ ein, und ermuntern Sie sie zu konstruktiven Konflikten”.

6. “Belohnen Sie Erfolge und Mißerfolge, bestrafen Sie Untätigkeit”.”

 S. 302

und

 

“Feuern Sie Planer. Stellen Sie Freaks ein.
Wir brauchen keine komplizierten Pläne! Wir haben keine Zeit zum Planen. WIR BRAUCHEN AKTION! WIR BRAUCHEN NEUE HELDEN!
Helen … oder Freaks … oder Exoten … oder  Leute, die das Zeug dazu haben, um aufzustehen, sich aus dem Fenster zu hängen und gegen alle Konventionen zu verstoßen.

[...]

Keine “Pläne”. Keine “Prozesse”. Stattdessen: ein Haufen wilder Exoten, die ihren Kollegen als die … neuen Kulturträger präsentiert werden.
Wir leben in “exotischen” Zeiten. Darum müssen wir “exotisch” denken. “

S. 302

Das Buch ist übrigens nicht nur im Zusammenhang mit dem Thema Personal sehr zu empfehlen, vor allem für diejenigen, die Veränderungen in ihrem Unternehmen anstoßen wollen. Kauft’s Euch. Auch wenn’s paar Jahre älter ist, passt’s heute “wie Arsch auf Eimer”. 

Pic: cc2.0 crazy cousin by cole24_

"Innovationsquelle Nr. 1 sind unzufriedene Mitarbeiter", 4.3 out of 5 based on 6 ratings

Alexander Fedossov

Alexander ist als technischer Geschäftsführer für die Produktentwicklung sowie die konzeptionelle und technische Realisierung aller Projekte und Ideen bei atenta verantwortlich.

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  • http://www.facebook.com/wolfgang.leideck Wolfgang Leideck

    Sehr interesante Auszüge – auch wenn die Quelle schon älteren Ursprungs ist – erstes Problem HIER – es wird kaum von denen gelesen von denen es gelesen werden müsste. Die beschriebenen Denkansätze und Veränderungen im unternehmerischen Denken und personalpolitischen Ansprüchen müssen dringlich den gesellschaftlichen Anforderungen und Veränderungen angepasst werden. Dazu dient diese “ältere” Vorlage mehr den je. Dieses Buch ist 2004 erschienen und beschreibt sehr deutlich, dass wir um weiter erfolgreich zu sein, auch außergewöhnliche Wege beschreiten sollten. Schnell werden wir dann merken, dass wir nicht so außergewöhnlich sein werden – wie wir gedacht haben.

    • http://www.wollmilchsau.de Alexander Fedossov

      Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich stimme zu!

  • Andreas Jung

    Quote: Stellen Sie Leute ein, die einen unsympathisch sind” will man das wirklich? Im job umgeben zu sein von Menschen, mit denen man kein Bier trinken mag? Selbst, wenn man am Ende ein toll erfolgreiches Unternehmen haben sollte (was ich bezweifel), aber den ganzen Tag umgeben ist von Menschen, denen man lieber aus dem Weg gehen würde? Nee, ehrlich nicht!