Kienbaum macht ernst: Social Media Consultant gesucht

HR & Recruiting, Praxison Juni 23rd, 2010• von Tobias Kärcher6 Comments

    Die Kommunikations-Tochter Kienbaum Communications des Personalberater-Urgesteins  Kienbaum hat sich insbesondere im Bereich Personalmarketing und Employer Branding einen Namen gemacht. In Zukunft setzt das Unternehmen in diesen Disziplinen verstärkt auf das Web 2.0.

    Unter dem Hinweis “Kienbaum Communications auf Wachstumskurs” wird derzeit ein “Senior Consultant (m/w) Online & Interactive” gesucht.

    Der soll sich in Sachen Web 2.0, Social Media, Blogs, RSS, Mobile Marketing, SEO etc. bestens auskennen und die Social Media Aktivitäten von Kienbaum Communications (z. B. in Facebook und Twitter) vorantreiben. Das wird höchste Zeit: Weder auf Twitter, noch bei Facebook ist Kienbaum bisher mit einer eigenen Präsenz vertreten, was dem eigenen Employer Branding nicht unbedingt zum Vorteil gereicht. Denn nicht nur Kunden wollen sich in dialogorientierten Medien über Haus und Angebote informieren, auch potentielle Mitarbeiter sind derzeit auf die Kommunikationsplattformen Dritter angewiesen um sich beispielsweise über den Ablauf eines Praktikums zu informieren:

    Die Folge: Ist ein Unternehmen selbst im Web 2.0 aktiv (sei es durch ein Social Media Monitoring und ein offizielles Auftreten in dieser Diskussion, oder durch eine Verlagerung des Gesprächs auf die eigene Plattform – z.B. die eigene Facebook-Fanpage), kann falschen Vermutungen oder negativen Äußerungen vorgebeugt werden.

    Deutlich wird hier wieder einmal: Auch wer nicht selbst in Social Media aktiv wird, ist dort präsent. Und jeder weiß, dass insbesondere gegen jene, die “gerade nicht da” sind, gerne vom Leder gezogen wird, wenn sich die Gelegenheit bietet. Der so entstehende mittel- und langfristige Imageschaden ist oft weitaus größer, als alle Beteiligten erahnen.

    Kienbaum geht es in erster Linie jedoch nicht um die interne Optimierung, vielmehr sollen Kunden von dem frischen Know-How profitieren. In der Stellenanzeige heißt es dazu:

    “Den Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit bildet die Kundenberatung, in der neben Fachwissen besonders Ihre Persönlichkeit gefragt ist. Ob bei Karriereseiten im Internet, SEO, SEM, Online-Marketing oder Social Media Strategien – Sie führen die anspruchsvollen Projekte von der Akquisition über die Planung bis zum Roll-Out.”

    Wir freuen uns, dass das Thema Social Media im Employer Branding und Personalmarketing  nun auch bei den Großen der Branche angekommen ist und wünschen interessierten Wollmilchsau-Lesern viel Erfolg!

    Pics: Kienbaum und cogdogblog

    lesenswert

    Hier bloggen Alex, Tobi und Jan von atenta aus Hamburg. Wir entwickeln Software und Agenturlösungen für Recruiting und Employer Branding im Social Web.

    • http://personalmarketing2null.wordpress.com/ Henner

      Hier muss ganz klar differenziert werden. Die Stellenanzeige ist von Kienbaum Communications, nicht von der Beratung. Und so, wie bspw. RTL eine Tochter von Bertelsmann ist, ist Kienbaum Communications eine Tochter der Kienbaum Beratung und firmierte bis vor Kurzem noch als Terra Personalmarketing. Die zitierten Posts (aus welcher Quelle eigentlich?) stehen also in keinerlei Kontext zur Stellenanzeige und zum Unternehmen Kienbaum Communications selbst. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen :-)

    • Tobias

      Hallo Henner,

      dass Kienbaum Communications eine Tochter von Kienbaum ist, darauf wurde bereits mit dem ersten Satz hingewiesen.

      Ob sich die Zitate (Die Quelle ist im Text verlinkt) auf die Kienbaum Mutter oder deren Tochter beziehen ist irrelevant. Sowohl Kienbaum als auch Kienbaum Communications sind bis jetzt nicht im Web 2.0 aktiv. Dieses Beispiel bezieht sich natürlich nicht auf die Stellenanzeige und stellt auch keinen Vergleich dar; es zeigt lediglich wie wichtig ein eigenes Auftreten in Social Media ist.

    • http://personalmarketing2null.wordpress.com/ Henner

      Gut, den Link zur Quelle habe ich wohl übersehen. Was aber deine Aussage “Und jeder weiß, dass insbesondere gegen jene, die “gerade nicht da” sind, gerne vom Leder gezogen wird, wenn sich die Gelegenheit bietet.” angeht, so tust du doch ansatzweise schon in deinem Post, oder? Außerdem ist es doch sowieso in sehr vielen Fällen so, dass in den Unternehmen, Agenturen, Beratungen etc., deren Kerngeschäft der Außenauftritt von Unternehmen ist (sei es als Arbeitgeber oder Marke), die eigenen Aktivitäten (sei es in Social Media oder im übrigen Web) aufgrund des Tages- und Kundengeschäfts eher als Stiefkind betrachtet werden. Und mal eben eine Fanpage zu erstellen, mit so gut wie gar keinen Inhalten oder einen nur durch Jobposts gefütterten Twitteraccount (wie das der eine oder andere dann macht, um so zu tun, als mische er mit in Social Media), macht auch keinen Sinn. Da lieber im Hintergrund eine sinnvolle Strategie erstellen und sich dann nachhaltig am Markt präsentieren. Nichtsdestotrotz gebe ich dir recht, lassen wir uns also überraschen…

    • Tobias

      Der Post soll nicht Kienbaum (Communications) angreifen, aber die Dringlichkeit herausstellen, mit der sich Unternehmen der Situation stellen müssen, dass in sozialen Medien über sie (..ihre Produkte, ..ihr Image, etc..) gesprochen wird.

      Dass in Agenturen oft eine gewisse Betriebsblindheit für das eigene Metier herrscht ist zwar absolut verständlich, wird – so glaube ich – aber nicht entschuldigt, am wenigsten von Kunden.

      Ich gebe Dir absolut Recht darin, dass eine Reaktion nicht in hastigem Aktionismus liegen kann. Damit richtet man im Zweifelsfall eher Schaden an. Insofern macht Kienbaum Communications nun ja alles richtig und sucht sich einen Profi für diesen Bereich.

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