Offene Informationsverbreitung vs. geschlossene Jobbörsen

HR & Recruiting, Praxison Oktober 21st, 2009• von Jan und Alexander3 Comments

    An der einen oder anderen Stelle haben wir uns bereits als Gegner von geschlossenen Jobbörsen (geschlossene Datenbanken – durchsuchbar nur über das eigene Suchsystem) deutlich zu erkennen gegeben. Als Argument dient uns dabei in erster Linie der zeitliche Mehraufwand der Nutzer, also der Stellenanbieter und der Stellensuchenden. Wieviel Zeit muss ein Stellenanbieter heute investieren, um mit seiner Anzeige eine möglichst große Reichweite zu erzielen?! Und wieviel Zeit muss ein Stellensuchender auf der anderen Seite aufbringen, um möglichst viele relevante Stellenanzeigen aufzuspüren und eine möglichst hohe Reichweite für sein Stellengesuch/Profil zu erreichen.

    Sagen wir mal, von den über 1000 Stellenbörsen in Deutschland kommen für Sie, ob Stellenanbieter oder Stellensuchender, in einem konkreten Fall nur 1% in Frage. Sie sind mit Sicherheit mindestens einen Tag damit beschäftigt, sie zu finden und alle Informationen einzupflegen. Trotz dieses immensen Zeitaufwands können Sie nicht einmal sicher sein, die richtige Wahl getroffen zu haben. Es kommt durchaus regelmäßig vor, dass Ihre Zielgruppe auf keine der gewählten Plattformen zugreift.

    Wäre es nicht toll, wenn man stattdessen die Gewissheit hätte, dass unabhängig davon, wo man eine Information (Stellenangebot/-Gesuch/Profil) im Netz hinterlässt, diese über ein x-beliebiges Suchsystem gefunden werden kann? Unabhängig von der Suchmaschinen-Vorliebe des Nutzers! Das wird irgendwann kommen… . Dank den aktuellen Trends, Microblogging und Echt-Zeit Suche, können wir heute schon erahnen, wo die Reise hingeht und von den schon bestehenden Möglichkeiten profitieren.

    Experiment: Wir haben einen kleinen Versuch unternommen und überprüft, wo sich bei Twitter veröffentlichte Informationen überall wiederfinden. Natürlich setzen wir auf eine Stellenanzeige als Versuchskaninchen. Es handelt sich dabei um eine Informatiker-Ausbildungsstelle in der Schweiz, die vorgestern bei Twitter veröffentlicht wurde.

    twitter-sttellenangebot

    Zur Veranschaulichung folgt nun ein kleiner Auszug aus einer langen Liste von Suchmaschinen, über die diese Anzeige gefunden werden konnte.

    google.de

    google

    bingtweets.com

    bingtweets

    collecta.com

    collecta

    socialmention.com

    socialmention

    twingly.com

    twingly

    topsy.com

    topsy

    itpints.com

    itpints

    yauba.com

    yauba

    stinkyteddy.com

    stinkyteddy

    network - Vorschaubild

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    Hier bloggen Alex, Tobi und Jan von atenta aus Hamburg. Wir entwickeln Software und Agenturlösungen für Recruiting und Employer Branding im Social Web.

    • Strangerli

      geschlossene Jobbörsen sind geschlossen weil sie damit Geld verdienen wollen. Jede dieser Seiten möchten einen Vorteil gegenüber dem anderen haben und zu diesen 1% von 1000 Stellenbörsen gehören.

      Firmen, die neu in dem Gefilde der Stellenbörsen sind haben mit Sicherheit Probleme sich die passende Stellenbörse auszusuchen, Erfahrene sind natürlich dann Stammkunden. Letztendlich gibt es dann noch die Agenturen, die mit jahrelanger Erfahrung wissen wo man mit Erfolg schalten kann und wo nicht.

    • http://jobtweet.de Alexander Fedossov

      @Strangeli: Mit dem Geld verdienen hast Du sicherlich recht. Ob das Geschäftsmodell in der heutige Form noch lange bestand haben wird, wage ich zu bezweifeln. Wir beobachten gerade in anderen Bereichen der Wirtschaft, was es bedeutet, wenn man mit dem technischen Fortschritt nicht Schritt hält.

    • Pingback: Deine Stellenanzeigen (jetzt auch) bei Facebook | jobtweet.bloggt

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