Social Media Employer Branding – Best Practice Cases

hakan Social Media Employer Branding   Best Practice Cases

Die Möglichkeiten für modernes Employer Branding auf diversen Social Media Kanälen sind mannigfaltig. Mit nahezu jedem Budget lassen sich ansprechende Minikampagnen erarbeiten und umsetzen. Letztendlich gilt es nur ein Ziel im Auge zu behalten: Ein stimmiges und authentisches Selbstbild vermitteln, und zwar jenen Interessenten, die man im eigenen Unternehmen haben möchte. Ich habe mir vier der meistgenutzten Plattformen ausgesucht und möchte jeweils meinen persönlichen Favoriten vorstellen:

Blogs

Das Daimler-Blog ist nach wie vor mein liebstes Karriereblog in Deutschland. Und zwar unter Anderem gerade aus dem Grund, weil es sich nicht als solches bezeichnet. Es ist ein Mitarbeiterblog, das “Einblicke in das Leben im Konzern” und “den Dialog mit interessierten Leserinnen und Lesern” bieten soll. Auch wenn klar ist, dass über diesen Kanal nicht primär Autos verkauft werden sollen, sondern vielmehr das Unternehmen selbst dargestellt wird, so bekommt man dennoch keine der übermotivierten Azubis und Absolventen gezeigt, die voller Begeisterung die erfahrene Unterstützung loben. Vielmehr bekommt man einen Eindruck davon, wie sich das Arbeiten für den Mitarbeiter gestaltet, der jenseits von Fördermaßnamen und Händchenhalten dort Tag für Tag seinen Soll leistet. Zudem wird deutlich, welche Themen sonst in diesem Konzern eine Rolle spielen und wie mit ihnen umgegangen wird.

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Facebook

Nachdem Henner Knabenreich gerade kürzlich sein Ranking der Facebook Fanpages veröffentlicht hat, kann ich mit der Robinson Group nicht sonderlich überraschen. Eine dialogorientierte, offene Fanpage. Hier findet man eine gute und übersichtliche Landingpage und vor allem Interaktion mit den Fans, die sich sogar ohne großen Aufwand an Incentives am Pinnwand-Dialog beteiligen. Natürlich darf auch hier fairerweise nicht verschwiegen werden: Robinson ist ein beliebter Arbeitgeber und bietet mit Urlaubsresorts sehr attraktive Arbeitsplätze, lokal gesehen. Dass z.B. bei BASF mit gleichem Aufwand weniger “Hey-Ho”-Stimmung aufkommt liegt auf der Hand. Recht hat Henner Knabenreich aber insbesondere mit folgender Feststellung: Das Potential bei Facebook ist noch lange nicht ausgeschöpft!

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Twitter

Auf Twitter gibt es viele gute Beispiele und viele Unterschiede. Hier habe ich keinen klaren Favoriten. Während das eine Extrem fortwährend unkommentiert Bewerberinformationen twittert, scheint das andere Extrem eher der persönliche Account der Personalers zu sein – Mehrwert für eventuelle Bewerber: Fehlanzeige. Dazwischen gibt es viele die den Spagat schaffen. Allerdings gibt es einen Kanal dem es gelingt mehrere relevante Eigenschaften in sich zu vereinen. Es ist noch einmal Daimler mit @daimler_career. Dieser Channel bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Information, Dialog und allgemeiner… ich nenne es mal “Twitter-Participation”. Daimler schafft es dabei, die Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren und potentielle Bewerber nicht mit zu vielen HR-Insights zu beschallen. Darüber hinaus bekommt man von Zeit zu Zeit auch noch zusätzliche Unternehmensinfos, die nicht direkt etwas mit Mitarbeitergewinnung zu tun haben.

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YouTube

Bewegtbild eignet sich immer, um Informationen mit Athmosphäre zu vermitteln. Bertelsmann hat einen sehr aufwändigen YouTube-Auftritt. Zu allen erdenklichen Unternehmenssparten, Ausbildungsberufen und Absolventenstellen findet man hier Informationen im Videoformat. Interviews, Einblicke in den Konzern, in dessen Geschichte und in einzelne Abteilungen transportieren die Vielfalt dieses Medienkonzerns auf über 160 Videos. Diese sind sympathisch und unaufgeregt. Auf die trendig-dynamisch-jung-wackelige Handkamera hat man hier verzichtet.

Leider beschleicht mich beim Anschauen mancher Videos mit nachgespielten Dialogsituationen auch manchmal ein ungutes Gefühl. Es wird deutlich, dass man (löblicher weise) echte Azubis genommen hat, die dort etwas erzählen, allerdings wirken die Dialoge oft sehr gestellt. Da mussten sich ein paar “Freiwillige” zusammensetzten, ein paar Dialoge ausdenken und sich danach filmen lassen. Dass das anders geht (gerade auch mit Mitarbeitern, die nicht gewohnt sind ihr Unternehmen in Medien zu präsentieren), zeigt der Recruiting Channel der US-Navy anschaulich. Das ist – bei allen Vorbehalten – natürlich auch eine Frage der persönlichen Einstellung zum Unternehmen und der eigenen Arbeit dort.

Als kleine Ergänzung zum Employer Branding im Allgemeinen, Employer Branding auf YouTube im Speziellen und Recruiting der US-Navy im noch Spezielleren: Dieses Video sammelte über 3 Millionen Views, wurde definitiv nicht von höherer Stelle lanciert (es war kurz davor bei YouTube entfernt zu werden) und ist ein großartiges Beispiel für wirklich gelungenes, authentisches Employer Branding. Auch wenn es nie als Recruiting Video gedacht war, die Kommentare sprechen für sich:

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Soweit meine aktuelle Top-List. Über weitere Beispiele würden wir uns sehr freuen. Posten Sie einfach einen Link mit einem kleinen Kommentar, was Ihnen an Ihrem Beispiel besonders gut gefällt.

Pic: Håkan Dahlström

Tobias Kärcher

Tobias ist unser kreativer Kopf. Er kümmert sich um Konzepte, Kreation und betreut unsere Agenturprojekte.

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