Facebook | Wollmilchsau

Angst vor der Chronik: Die Facebook-Timeline optimieren

Praxis, Webon Februar 1st, 2012No Comments

Heute ist Stichtag: Facebook gibt den Profilseiten der Nutzer ein neues Outfit: Die Facebook-Timeline – zu Deutsch “Chronik”. Dass die Neuerung nicht nur optischer Natur sind, sondern vielmehr eine grundlegende Änderung in der Nutzung bedeutet, hat Alex schon gestern näher beleuchtet. Dementsprechend die altbekannten Reaktionen: Datenschützer warnen, Nutzer drohen mit Boykott und die Medien greifen dieses Thema dankbar auf. Ich hatte mir vorgenommen, am 1. Februar eine längeren Artikel über die Vor- und Nachteile zu schreiben, angesichts dieser Flut an Warnungen und dunklen Prophezeiungen aber irgendwie die Lust verloren. Nur soviel:

Die Timeline als “Zwang” oder “Pflicht” zu bezeichnen ist unsachlich. “Facebook zwingt den Nutzern die Timeline auf”, diese Formulierung finden man häufig. Der Nutzer habe “keine Wahl, außer aus Facebook auszusteigen”. Das ist richtig, aber soweit reicht die Empörung dann irgendwie doch nicht. Eines zeigt sich nämlich deutlich: Facebook ist soweit in unserer Gesellschaft angekommen, dass eine einfache Änderung dieses Produktes mehr öffentliche Reaktionen hervorruft, als so manche grundlegende (tatsächlich verpflichtende) Gesetzesänderung. Um es nur einmal festzuhalten: Die Timeline ist Teil eines Produktes, das zu verwenden jedem freigestellt ist.

Wer also das Wagnis eingeht und diesen Dienst weiter verwenden möchte, der kann mit wenigen Kniffen die Chronik optimieren und sie so präsentieren, wie er es gerne möchte. Das geht so einfach, dass sich alle relevanten Optionen in nicht mal vier Minuten erklären lassen:

Weitere Hilfe findet man unter facebook.com/help/timeline. Und wie immer gilt: Was Du nicht online stellst, landet auch nicht in Deiner Chronik.

Pic: flattop341 (CC BY 2.0)

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How To Begin: Das Social Media Cheat Sheet

Marketing, Webon Januar 27th, 2012No Comments

Die Jungs von Flowtown haben eine interessante Grafik mit einem kurzen Überblick über die sechs wichtigsten Social Media-Netzwerke veröffentlicht: das Social Media Cheat Sheet. Hier werden grundlegende Schritte, Vor- und Nachteile und, was mir persönlich an besten gefällt, ein kurzes “How To Begin” und ein kleines Glossar der jeweiligen Netzwerke vorgestellt. Folgende Netzwerke werden miteinander verglichen: Twitter, Facebook, YouTube, Google +, Tumblr und Digg.

Was bei dieser Infografik auffällt, ist die amerikanisierte Sichtweise, einen Dienst als Soziales Netzwerk einzustufen. Für mich ist ein Dienst wie Tumblr eher ein personalisiertes Blog, und bei einem Lesezeichendienst wie Digg vermisse ich echte soziale Interaktionen, um es als Social-Media-Netzwerk einzustufen. Andere “echte” soziale Netzwerke, wie z.B. LinkedIn fehlen hier gänzlich. Andere Länder, andere soziale Sichtweisen.

The Small Business Social Media Cheat Sheet

Pic: Flowtown

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Ein Vorstellungsgespräch bei Facebook…

Cases, HR & Recruiting, Inspiration, Marketingon Januar 19th, 20121 Comment

…haben sich bestimmt schon viele gewünscht. In meinem französischen Lieblings-Jobblog bin ich auf eine tolle Geschichte gestoßen, von einem der es nicht bei dem Wunsch belassen wollte: Bertrand Noirhomme.

Bertrand ist 25 Jahre alt, hat an der Reims Management School Marketing studiert, noch einen Master an einer der Grandes Écoles in der Tasche und einige Auslandserfahrung vorzuweisen. Seit Anfang 2011 arbeitet er bei Microsoft im Produktmarketing der Cloud Computing Lösung Windows Azure und bloggt dort u.a. für das Developer Network Blog von Microsoft Frankreich. Er ist auch sonst begeisterter Social Web Nutzer und bei Facebook, Twitter, LinkedIn und Viadeo zu finden. Facebook hat es ihm aber wohl besonders angetan, denn um dort ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, hat er sich mächtig ins Zeug gelegt und eine komplette Selbstvermarktungskampagne auf die Beine gestellt: das Epiphanie Project.

Und das beginnt mit einem Kuchen, genauer einem Dreikönigskuchen, den er für die Facebook-Recruiter gebacken hat. Ein Dreikönigskuchen besteht aus gefülltem Blätterteig und enthält in der Mitte eine kleine Überraschung. In Bertrands Kuchen war diese Überraschung ein QR-Code, der auf die Website fb-hire.me verwies, wo er seinen Lebenslauf als pdf und als Video hinterlegt hat. Anschließend hat er den Kuchen in eine Blechkiste verpackt, die er mit viel kreativem Einsatz als CV gestaltet hat, bevor er sie pünktlich zum Dreikönigstag (6. Januar) an die Facebook-Recruiter geschickt hat.

Das komplette Making-of der Kampagne könnt Ihr Euch auf fb-hire.me anschauen und für alle Französisch kundigen, hier Bertrands Video-CV:

Nachdem er heute in seinem Blog endlich den Ausgang verkündet hat, möchte ich Euch den natürlich nicht vorenthalten. Bertrand hat tatsächlich eine Einladung in die Facebook-Europazentrale nach Dublin bekommen und das obwohl er aufgrund seiner relativ kurzen Berufserfahrung nicht in den aktuellen Recruiting-Fokus von Facebook passte. Das daraus letztendlich keine Einstellung geworden ist, stört ihn nicht. Er freut sich über seinen Lernerfolg mit der Kampagne und beendet seinen Post mit der Ankündigung: “Stay tuned for the Easter Project!”. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihn bis dahin keiner von Euch eingestellt hat, freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

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The Social Interview – das Bewerbungsgespräch als Crowdsourcing Prozess bei Facebook

HR & Recruitingon Januar 13th, 20121 Comment

Alle paar Wochen stolpere ich über einen Artikel, der die Gefahren der unbedachten Selbstdarstellung bei Facebook, Twitter etc. für die berufliche Zukunft und das nächste Bewerbungsgespräch beleuchtet und meist mit der Empfehlung endet, sich bei Facebook auf keinen Fall mit dem eigenen Chef anzufreunden. Stören tun mich dabei nicht die Warnungen an sich, die ich im Rahmen meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Hamburger Schülern auch selbst ausspreche, sondern der Verzicht auf die Darlegung der Chancen, die Social Media mit ein bisschen Phantasie für die eigene Karriere bieten.

Das Facebook im Rahmen eines Vorstellungsgespräches nicht nur hinderlich sondern hilfreich sein kann, hat vor einigen Monaten die New Yorker Agentur R/GA gezeigt, auf deren Facebook-App “Social Interview” ich über einen Post von Markus aufmerksam geworden bin. Die Idee hinter der App ist das Crowdsourcing von Teilen des Job Interviews. Der Bewerber gestattet RGA über die App mit einem Hinweis auf seine Bewerbung drei Fragen zur eigenen Person bei Facebook zu posten und die eigenen Freunde um eine Stellungnahme zu bitten. Aber seht selbst:

Auch wenn ich Markus Meinung teile, das einen die eigenen Freunde wohl kaum in die Pfanne hauen, finde ich die Idee eines Crowdsourcing-Bestandteils in Bewerbungsgesprächen sehr spannend. Im Fall von Facebook vor allem auch deswegen, da sich ja immer mehr von uns auch mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern vernetzen. Wie seht Ihr das? Würdet Ihr Euer Facebook-Netzwerk für Euch sprechen lassen?

Bei der Recherche nach weiteren Experimenten mit der Schnittmenge Crowdsourcing, Job Interview und Social Media, die neben “The Social Interview” leider keine weiteren Ansätze gebracht hat, bin ich auf das Video “Have I shared too much” gestoßen, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Hier grillen die Interviewer den Bewerber auf der Grundlage seiner Social Media Profile zuerst ordentlich, aber dann nimmt das Bewerbungsgespräch eine ganz andere Wendung als erwartet:

Pic: Getting higher… by Libertinus (CC 2.0)

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Lokale Netzwerke im Zeitalter der Globalisierung

Webon Januar 12th, 20121 Comment

Am Montag stellte Statista die traurige Bilanz der deutschen Social Networks mit einer Grafik vor: Bis auf XING verlogen alle großen hiesigen Netzwerke mindestens 50% ihrer Visits. Die ersten Reaktionen gingen von “..nicht das Geschäft der Deutschen?” bis zu “Es kann nur einen geben.” Ganz so einfach ist es nicht, aber auch nicht allzu schwer.

All diese Beispiele sind persönliche Social Networks. Im Vordergrund steht hier die Vernetzung der eigenen, reellen Person mit anderen. Es geht dabei nicht primär um den Austausch zu Interessen oder Themen, sondern um die Verbindung von On- und Offline-Kontakten. Und sobald sich unter diesen auch Personen aus anderen Teilen der Welt befinden, kommt das Netzwerk an seine Grenzen.

Zum Beispiel: StudiVZ hat nicht nur deswegen so rapide gegen Facebook verloren, weil Facebook so viel besser war.  StudiVZ war in dem Moment dem Tod geweiht, als es zum Ort des persönlichen Austauschs wurde – über die Kommunikation mit den eigenen Kommilitonen hinaus. Der deutsche Student denkt mindestens paneuropäisch, viele global. Bereits vor zwei Jahren zeichnete sich eine deutliche Verbindung ab: zwischen den Ländern, die in kulturellem Austausch stehen, und den Netzwerken, die diese nutzen.

Local Heroes

Lokale Netzwerke werden ihren Sinn weiter behalten – im Special Interest Bereich. Hier ist es wichtig, sich mit Menschen zu verbinden, die ähnliche, lokal gebundene Probleme oder Interessen haben. Beispiel: Motor-Talk.de. Der Deutschen liebstes Kind wird auch mit Deutschen besprochen.  Das zeigt sich in 2 Millionen Nutzern und 11 Millionen Visits im Monat. Aber auch die deutsche Forenkultur blieb nicht völlig von Facebook verschont: Die regen Off-Topic Diskussionen verlagern sich zusehends in die privaten Netzwerke der Nutzer, was in der Folge auch zu weniger Visits führt. Die Zahl der aktiven Nutzer hingegen bleibt relativ stabil, zumindest bei den Netzwerken mit konkreter, thematischer Ausrichtung.

Pic: sludgegulper (CC BY-SA 2.0)

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Facebook Fangate für die normale Webseite?!

Praxis, Webon Januar 10th, 20122 Comments

Frohes Neues, liebe Wollmilchsau Leser und Fans! Wir wünschen Euch alles Gute für 2012.
Und weiter geht’s…

Fangating war in 2011 und wird wohl auch weiterhin eine recht weit verbreitete Methode bleiben, Fans für die Facebook-Fanpage zu gewinnen. Kurz zur Erinnerung, Fangating heißt – Du musst Fan meiner Facebook Fanpage werden, sonst kriegst Du keine coolen Inhalte. Wir haben vor einigen Monaten recht eindeutig Stellung zu dieser Methode bezogen und das Ganze als “Wegelagerei” bezeichnet. Auch wenn diese Methode, laut vielen Facebook-Marketing-Tutorials, zur Beschleunigung der Fangewinnung beitragen mag, bleibt sie einfach unschön.

Facebook Fangate

Facebook Fangate

Offenbar kann das gewöhnliche Fangating aber auch noch übertroffen werden, durch einen für mich bis dato unbekannten Einfall. Ein russisches Blog blendet bei dem Besuch seiner Webseite einen fächenübergreifenden grauen Kasten ein, mit einer Fanbox in der Mitte. Der Inhalt wird von dieser vorgeschobenen Ebene verdeckt. Es entsteht der Eindruck, dass man Fan der Seite werden muss, um die Inhalte konsumieren zu können. Letztendlich lässt sich der Kasten “wegklicken”, aber auf den ersten Blick scheint es eben einfacher bzw. unumgänglich, Fan zu werden.

Facebook Fangate auf einer normalen Webseite

Facebook Fangate auf einer normalen Webseite

Nicht schlecht! Aus meiner Sicht zwar völlig daneben, aber falls Ihr mit dem normalen Fangating kein Problem habt, wäre das eine weitere Möglichkeit, Fans zu gewinnen. Durchaus vorstellbar, dass Blogs, Online-Zeitungen oder auch ganze normale Firmen ihre Webseiten zumindest zeitweise mit so einem “Empfangskomitee” versehen. Oder?! Im Fall meiner Fundstelle, scheint es zumindest nicht viele zu stören. Ich konnte seit der Einführung ordentliche Fanzuwächse beobachten.

Wie würdet Ihr auf so etwas reagieren? Kennt Ihr das eventuell bereits von anderen Seiten?

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Neurowissenschaften und Marketing: Facebook ist effektiver Werbeträger

Inspiration, Marketingon Dezember 14th, 20113 Comments

Facebook hat eine Studie in Auftrag gegeben, die Facebook als ideale Werbeplattform ausweist. Nicht überraschend. ;) Aber nichts desto trotz ist die Studie nicht uninteressant, insbesondere was die Qualität zukünftiger Konsumentenstudien angeht.

Exkurs: “Neuromarketing”

Hirnforschung liegt groß im Trend und sämtliche populärwissenschaftlichen Magazine haben die Neuro-Sciences mit ins Portfolio genommen. Da wird erklärt, warum wir lügen, uns verlieben und der freie Wille ja eh nur eine Illusion sei. Diese Annahmen beruhen größtenteils auf im Gehirn gemessenen Aktivitätsmustern und der Interpretation derer anhand externer Reize. Diese Schlüsse sind in Fachkreisen nicht unumstritten: Es lässt sich heute zwar schon sehr gut erkennen, dass und wo etwas passiert – was dort allerdings genau passiert, darüber können Neurowissenschaften noch sehr wenig aussagen. Aber Geld verdienen: Diese vermeintliche Entschlüsselung des menschlichen Willens ist natürlich eine Goldgrube für Marktforschung und Analysten. Nicht ohne Grund hat Nielsen eine eigene Neuro-Abeteilung ins Leben gerufen: NeuroFocus hat sich die Stichworte “Neuromarketing” und “Neuroscientific Consumer Testing” auf die Fahnen geschrieben und auch diese Facebook-Studie durchgeführt:

Neurological Engagement on Premium Websites

Die Untersuchung vergleicht in zwei Studien die kognitiven Reaktionen der Nutzer beim Konsum dreier Premium-Webseiten: Facebook, Yahoo (Die News-Startseite) und der New York Times. Facebook nimmt im Bereich des emotionalen Engagements die Spitzenposition ein, im Bereich Aufmerksamkeit und dem Grad der Einprägsamkeit steht es mit der New York Times auf einer Stufe.

Die Nutzer ordnen Botschaften auf den unterschiedlichen Plattformen wiederum unterschiedlich ein. So wird eine Botschaft, die über Facebook empfangen wird, tendenziell eher als “Connecting” empfunden, weniger als “Advice” – dieser Impuls wird eher auf Yahoo und der NYT ausgelöst.

In einer zweiten Phase wurde den Nutzern eine Werbung in verschiedenen Umfeldern präsentiert: Das Ergebnis: Facebook erreicht hohe Werte in emotionaler Teilhabe und Aufmerksamkeit: und damit den Spitzenplatz in der Gesamteffektivität.

Weitere Ergebnisse und die komplette Studie hier zum Download. Dr. A. K. Pradeep, CEO von NeuroFocus dazu:

“The ability to understand consumers’ subconscious responses to premium web sites brings new understanding on how people engage with online and social media sites.”

Ich bin skeptisch, obwohl ich herkömmliche Studien ebenfalls oft anzweifle, weil ich glaube, dass die Befragten oft nicht genau/bewusst antworten. Was meint Ihr: Welche Rolle werden Neurowissenschaften zukünftig in Marktforschung und Marketing spielen?

pic: Ryan Somma (CC BY 2.0)

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Im Team zum Erfolg: Social Media bei SNT

Cases, HR & Recruiting, Praxison Dezember 9th, 20111 Comment

Wir schauen ja gerne, wie Unternehmen ihre Social Media-Aktivitäten in der täglichen Praxis organisieren. Letzte Woche hatten wir einen Blick auf Tchibo geworfen, heute sind wir zu Gast beim Kommunikationsdienstleister SNT, von denen wir im April schon einmal berichtet haben: Damals hatte SNT die ersten 42 Mitarbeiter direkt über ihre Facebook-Page einstellen können. Leo Staub-Marx und Robert Reichardt gestalten und betreuen diesen Web 2.0-Auftritt und holen dafür auch alle Mitarbeiter ins Boot. Das Ergebnis ist eine Facebook-Page, die nicht nur zur Außenkommunikatioin eingesetzt wird – sie ist auch ein Portal für den standortübergreifenden Austausch des gesamten SNT-Teams.

Die SNT AG ist ein Service-Dienstleister – mit welchen Aufgaben betrauen Sie die Branchen für die Sie aktiv sind?

LSM: Wir sind einer der größten Kommunikationsdienstleister in Deutschland und gehören zu den Top 3 in der Branche. Banken, Versicherungen, Ministerien, Fernsehsender, Mobilfunkunternehmen, Energieversorger, u.v.m. vertrauen uns die Kommunikation mit Ihren Kunden an. Haupteingangskanal ist das Telefon, wobei wir Anliegen auch per Post, Fax, Chat oder E-Mail beantworten. Ziel unserer Dienstletung für unsere Auftraggeber ist es, dem Kunden möglichst beim ersten Kontakt sein Anliegen fallabschließend zu beantworten.

Sie betreiben eine erfolgreiche Facebook-Page. Von der Zielsetzung, über die Umsetzung bis zur Realisierung – wie war der Weg zum ersten Post auf der Facebook-Page?

LSM: Wir standen vor der Herausforderung unser Bewerbermanagement, unser Karriereportal und unseren Außenauftritt als Arbeitgeber, Stichwort „Employer Branding“ neu zu gestalten. Zunächst haben wir eine umfangreiche Analyse, auch unserer Fehler, vorgenommen. Bei der Analyse stellten wir unter anderem fest, dass es im Netz und in Foren schon sehr viele Inormationen über uns gab. Da wir als Arbeitgebermarke nach außen offen und transparent sein wollten, bot sich Facebook als Social Media Plattform an. Zielsetzung für uns war und ist, SNT als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren. Mit den entsprechenden Kooperationspartnern, unter anderem atenta, bereiteten wir den Start vor und landeten am 5.3.2010 den ersten Post.

Wer ist für die Inhalte und die Moderation verantwortlich? Und wie gestaltet sich das in der Praxis?

RR: Für die Inhalte und die Moderation ist das Social Media Team verantwortlich, welches sich mittlerweile aus Teamleitern, Direktoren und Personalern zusammensetzt. Neben meiner operativen Teamleiterrolle nutze ich schon seit langem begeistert die Social Media Kanäle Facebook und Twitter und habe als Power User vom ersten Tag an die Social Media Strategie und –Aktivitäten von SNT unterstützt und gepusht. Bereits nach wenigen Tagen wurde ich von der Personalabteilung angesprochen mit der Bitte, Teil des  SNT Social Media Team zu werden, das zu Beginn nur aus der Personalleitung und einem  Referenten für Personalmarketing bestand. Binnen kurzer Zeit erhielt ich sämtliche Administratorenrechte für die Social Media Zugänge der SNT. Für „SNTlive“, den SNT Twitter Account, wurde ich bereits nach kurzer Zeit alleiniger verantwortlicher Administrator und habe diesen Kommunikations- und Kontaktkanal zu einer beachtlichen Ausbaustufe (knapp 450 Follower) weiterentwickelt. Das Ganze geht nur mit Begeisterung für das gesamte Thema und für die SNT.

Nun ist die Page keine reine Rekrutierungs-Seite. Wie schaffen Sie es, sowohl den Mitarbeitern ein Portal zu bieten, als auch Bewerbern die nötigen Informationen bereit zu stellen?

LSM: Diese Frage haben wir uns zu Beginn auch gestellt und sind von der Realität positiv überrascht worden. Natürlich machen unsere Rekrutierer auch Werbung für Bewerbertage, Schnuppertage, Messen, Stände, aber nicht nur. SNT´ler sind an Ihrem Unternehmen interessiert und beteiligen sich. Es gibt so viele Themen, über die das Social Media Team und immer mehr „Fans“ berichten. Gesundheitsmanagement, Weiterbildungskatalog, Ausbildung, Feiern, Teamevents, Nachwuchsförderung, Karrierethemen, allgemeine Themen, Glückwünsche zum Firmenjubiläum, Soziales Engagement, Spendenaktionen u.v. mehr. Das sind so viele spannende Themen, auf die ein Einzelner niemals käme. Und so vielfältig und schnell könnten wir sonst als Unternehmen gar nicht sein. Ein Zeichen für die Stärke, Schnelligkeit und Aktualität des Mediums und das Engagement der Fangemeinde. Die wächst übrigens ständig weiter und derzeit sind es schon mehr als 1.755.

Die SNT Page zeichnet sich durch ein hohes Engagement der Mitarbeiter aus. Nicht nur dass Ihre Beiträge viele Reaktionen bekommen, die Mitarbeiter posten oft und gerne eigene Beiträge auf der Wall. Wie haben Sie das erreicht?

RR: Unser Engagement in den sozialen Medien hat nicht nur dazu beigetragen, dass wir  erfolgreich unseren Bewerberbedarf gedeckt haben. Unseren Bewerbereingang konnten wir damit beispielsweise deutlich steigern. Wir haben darüber hinaus auch Kommunikationsprozesse bei SNT verändert. Anfänglich wurden die Social Media Aktivitäten intern zwar mit Neugierde, aber auch mit Skepsis und durchaus auch als „unwichtig“ eingestuft. Es bedurfte einiger Anstrengungen des Social Media Teams, um intern nicht nur die Mitarbeiter an der Basis, sondern auch nach und nach Führungskräfte, Betriebsräte und wichtige Schlüsselpersonen z.B. in den Fachabteilungen Vertrieb, Wissensmanagement und Kommunikation davon zu überzeugen, was sich durch Social Media alles verändert  beziehungsweise verändern lässt.

Dass durchaus auch kritische Beiträge auf unserer Facebookseite zu finden sind, gehört zum Wesen von Social Media. Wir haben bislang ohne Eskalationen und Beschwerden diverse kritische Diskussionen auf den Fanpages geführt. Diese Offenheit zahlt sich aus – nach innen, weil die Mitarbeiter den konstruktiven und offenen Dialog schätzen, und nach außen, weil eine offene, transparente Auseinandersetzung mit möglichen Kritikpunkten als eine sehr positive Unternehmenskultur wahrgenommen wird. Eine Social Media Guideline, hilft, entsprechende „Leitplanken“ zu setzen.

Mittlerweile weisen wir in den Begrüßungsmappen für neue Mitarbeiter auf die Präsenz von SNT auf Facebook & Co. aktiv hin. Seit einigen Monaten bietet SNT darüber hinaus auch für Auftraggeber die Betreuung von Facebookseiten im Rahmen des Kundenservice-Angebots an. Die Social Media Aktivitäten haben mittlerweile einen festen Platz im Kommunikationsmix des Unternehmens eingenommen. Das ist nicht selbstverständlich und konnte nur deshalb funktionieren, weil der CEO des Unternehmens die Gestaltungsräume für das Social Media Team geöffnet hat und er davon überzeugt war, dass mit einer hohen  Transparenz von SNT im Social Web vor allem Chancen liegen!

Sie bieten auch gezielte Schulungen für die Angestellten. Wie läuft das ab? Welche Inhalte werden dort vermittelt?

RR: Die Social Media-Aktivitäten sollten jedoch nicht nur nach außen, sondern  auch nach innen wirken, so dass wir gezielt auch um Fans und Follower im  Mitarbeiterstamm geworben haben. Es  hatte sich wie ein Lauffeuer  herumgesprochen, dass SNT im Social Web für die Rekrutierung aktiv ist.  Zahlreiche SNT Mitarbeiter hatten sich binnen kurzer Zeit der SNT Facebook Seite angeschlossen, waren aber nicht geschult oder unsicher, welche „Do‘s  und Dont‘s“ es gibt. Deshalb wurde die Idee geboren, an den SNT Standorten,  „Workshops“ zum Thema Social Media, anzubieten. Seit einer erfolgreichen  Pilotveranstaltung führe ich für „meine“ Standorte Neubrandenburg und  Greifswald sowie aber auch unterstützend in Essen und Potsdam, regelmäßig  Social Media Workshops durch, die eine Mischung aus Live Demonstration  und Background Informationen zu den modernen sozialen Medien sind. Die  Workshops werden durch die Personalabteilung und darüber hinaus über  Facebook, Twitter und somit über das Internet aktiv beworben.

Sie sind nun schon eineinhalb Jahre auf Facebook. Ziehen Sie ein kurzes Resumee?

LSM: Für SNT hat sich der Schritt gelohnt und bewährt. Viele Informationen, Tipps und Meinungen, die wir sonst nie bekommen hätten, erreichen uns und unsere Kollegen aktuell und schnell. Im Rahmen unserer Employer Branding- und Personalmarketingstrategie ist das Medium eine wertvolle Unterstützung. Mit Hilfe der entsprechenden Applikationen können wir offene Stellen posten und haben dadurch schon viele neue Mitarbeiter gewonnen. Viele Anfragen erreichen uns und wir gelten im Mittelstand als „Best Practise“ Beispiel. Die Befürchtungen haben sich zu unserer Freude nicht bewahrheitet. Dennoch gilt es den Außenauftritt der SNT auch auf Facebook weiterzuentwickeln. Hier planen wir neue und interessante Dinge. Es bleibt spannend!

Leo Staub-Marx ist Personalleiter am Standort in Potsdam mit derzeit fast 2.600 Mitarbeitern. Zusätzlich verantwortet er strategische Projekte wie “Bewerbercheck”, “Handicap”, “Mitarbeiterbefragung” sowie “Rekrutierung” und baute den Social Media-Auftritt der SNT mit auf.

 

Robert Reichardt ist Teamleiter bei SNT und hat den Social Media-Auftritt mitgestaltet. Zudem führt er Social Media Workshops für Mitarbeiter an den Standorten Neubrandenburg, Greifswald sowie optional in Potsdam und Essen durch.

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Mark Zuckerberg: Inside Facebook (BBC-Dokumentation)

Business, Inspiration, Webon Dezember 6th, 20112 Comments

Am Sonntag lief auf BBC eine Dokumentation über Facebook, aufgebaut aus einer Reihe von Interviews: Natürlich mit Mark Zuckerberg, aber auch vielen anderen aktuellen und ehemaligen Facebook-Mitarbeitern. Die Reportage zeichnet den Weg des College-Projekts zum Big Player der US-Techszene nach und stellt dabei auch einige Unternehmen und Agenturen aus der Facebook-Peripherie vor. Insgesamt eine sehenswerte Doku, BBC-typisch unaufgeregt liefert sie einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, Personalien und den heutigen Einfluss auf die Kultur- und Werbeindustrie.

Pic: Mari Smith (CC BY 2.0)

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Wie Social Media die Jobsuche verändert (Infografik)

HR & Recruitingon Dezember 2nd, 20112 Comments

Den Jobvite Social Jobseeker Survey 2011 hat vielleicht der ein oder andere von Euch schon gelesen (sonst bestellt ihn hier). Jobvite hat im Rahmen der Untersuchung 1200 US-Amerikaner über die Bedeutung sozialer Netzwerke für ihre Jobsuche befragt. Die Ergebnisse untermauern, wenig überraschend, dass die Bedeutung von Social Media bei der Jobsuche konstant zunimmt. Rund ein Sechstel (16%) der Amerikaner haben ihren aktuellen Job mit Hilfe von Social Media gefunden. In der Vorjahresbefragung hatten mit 11% der Befragten lediglich ein Neuntel der Amerikaner ihren Job dem Social Web zu verdanken. Bemerkenswert fand ich auch, das 90% der Jobsuchenden Amerikaner mindestens ein Social Media Profil unterhalten und die Ergebnisse der Studie nahelegen, das Facebook LinkedIn zukünftig als wichtigstes Netzwerk für die Jobsuche ablöst. Die Studie enthält noch eine Reihe anderer interessanter Zahlen zur Jobsuche im Social Web und die hat MBA Online für Euch in einer Infografik aufbereitet:


Pic: David Reece (CC-BY-SA)

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Die Trinität der Diskussion (und ein neues Gadget)

WollmilchsauTVon Dezember 1st, 20113 Comments

UPDATE: Der Gewinner dieser Ausgabe ist den Kommentaren bekanntgegeben.

Zunächst: Vielen, vielen Dank für Eure Fragen! Wir haben uns sehr gefreut. Die Gewinnerfrage und die Antwort hier im Video. Und natürlich gibt es auch kommende Woche wieder ein großartiges Gadget zu gewinnen – also her mit den Fragen! Die nächste Runde ist hiermit eröffnet und dauert bis nächsten Montag, den 5. Dezember um 23:59.

Wir wollen aber auch die anderen Teilnehmer nicht im Regen stehen lassen, zumal sich diese sehr viel Mühe gegeben haben! Also wollen wir jede Frage wenigstens mit einer knappen Antwort würdigen und hier zur offenen Diskussion stellen.

Gilt Honig als pflanzliches oder tierisches Lebensmittel?
Die Bundesreigierung klassifiziert Honig, wie Milch und Eier als “Primärerzeugnis vom Tier”. Veganer essen Honig sowieso nicht, schon alleine wegen der Ausbeutung der apiformen Arbeiterklasse.

Wie viele eurer Fans sind bei eBay ersteigert?
Wir kaufen unsere Fans nicht bei eBay. Wir haben da indische Partner, die uns “100% echte und themenaffine Markenbotschafter” zu günstigen Konditionen liefern.

Wenn es laut IDW 1,8 Mrd Kinder auf dieser Welt gibt, um welche Uhrzeit genau wird dann der Weihnachtsmann Heiligabend bei mir eintreffen?
Voraussichtlich in den frühen Abendstunden.

Ist der “Social Recruiting Markt” über soziale Netzwerke ein “Winner takes all market”? Wird es in 10 Jahren hauptsächlich nur noch EIN soziales Netzwerk geben (z.B. FB oder G+) in dem ich auch meinen Job finde? Oder bleibt die strikte Trennung zwischen Beruf (Xing, LinkedIn) vs. Privatem (FB & G+)?!
Ich denke, es wird immer ein, zwei große Netzwerke geben und in deren dirketer Peripherie dann nochmal eine überschaubare Anzahl kleiner, aber ebenfalls beliebter. Ich denke aber auch, dass die strikte Trennung Beruf/Privat nach und nach aufweicht. Eventuell wird es eine stärkere Differenzierung nach Themen oder sozialen Gruppen geben.

Wie bekomme ich meine (besten) Facebook Freunde zu Google+?
Das ist nicht einfach. Erster Schritt: Indem du dich nicht mehr auf Facebook rumtreibst. ;) Solange Du dort weiterhin erreichbar bist, sehen sie keinen Grund.

Wie kalt ist es, wenn es doppelt so kalt ist, wie 0°C ?
Da “kalt” ein subjektiver Begriff ist, und nur als Gegensatz zu “warm” genauer zu fassen ist: <0°C

Wieviel Prozent zahlen Unternehmen Sozialabgaben on top auf die Prämie in einem Mitarbeiterempfehlungsprogramm in Deutschland?
(Hier muss Second-Level nochmal ran, um ein geprooftes Statement abgeben zu können. Die Antwort kommt dann asapst, spät. e.o.d.)
Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, werden Prämien aus Mitarbeiterempfehlungsprogrammen, wie alle anderen Einmalzahlungen auch, als normale Arbeitseinkünfte behandelt. Folglich unterliegen sie den normalen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgabevorschriften und variieren nach Einzelfall. [Disclaimer: Ohne Gewähr. Da wir zur Rechtsberatung weder befähigt noch befugt sind, empfehlen wir Dir, die Frage an den Steuerberater Deines Vertrauens zu richten, falls Du die Antwort nicht schon kennst ;-)]

Ist es karrieretechnisch ein Muss, dass Kinder schon unter 6 Jahren eine Fremdsprache lernen?
Ein “Muss” ist das nicht, in meiner Generation lernte man Englisch noch durch Popmusik! Aber ernsthaft: Dass Kinder in den frühen Jahren Sprachen noch sehr viel besser aufnehmen ist (soweit ich weiß) unbestritten. Also ist es sicherlich sinnvoll sie so früh wie möglich an eine Fremdsprache heranzuführen.

Wie seid Ihr auf dieses tolle Gadget gekommen?
Durch das Internetz.

Was war zu erst da: Der Fanboy oder das Gadget?
Gute Frage. An sich das Gadget, aber erst durch den Fanboy wird es zu dem was es ist. Vom Spielkrams zum hochwertigen Objekt mit englischem Trendnamen.

Welche Frage hat denn diese Woche gewonnen?
Guckst Du Video!

Assessment-Center: Wir suchen Mensch oder Maschine für zwei-tägigen Systemcheck. Exzess oder Zielführend?
Es ist für Großunternehmen wohl in gewisser Weise zielführend – im Sinne von zeitsparend. Ich halte jedoch nichts von dieser Art des offenen Wettbewerbs, da in diesen Situationen die wenigsten Menschen natürlich und ehrlich agieren. Ich glaube, es wurden durch dieses Verfahren schon so einige Fehlentscheidungen getroffen.

iPhone, iPod, iPad, iTunes, iMac, AppleTV und AirPlay. Alles aufeinander abgestimmt, alle Lebensbereiche werden kinderleicht mit Medien gefüllt, die natürlich nur über iTunes kommen. Wer kann bei diesem komfortablem und ganzheitlichen Konzept schon noch widerstehen?
Also wir alle bis jetzt großartig…

Wie seht ihr die Zukunft von Google+ Pages aus der Unternehemnsperspektive? Oder anders gefragt: Wird Google+ je etwas für den Mainstream sein?
Google+ ist ein weiterer Kanal, um als Unternehmen ansprechbar zu sein – zudem ein sehr durchdachter und hochwertiger. Ob er sich umgekehrt auch zum Tool für Massenansprache entwickelt, wage ich noch nicht abzusehen. Ich halte es jedenfalls für möglich… sagen wir zu 58%.

Warum eigentlich?
So halt.

Ist um 0:00 Uhr der alte Tag zu Ende, oder beginnt der neue Tag?
Naja, das Ende des alten Tages ist ja per Definition der Beginn des neuen. Um 0:00 beginnt der neue Tag. Um 23:59 ist ja die 59. Minute bereits abgeschlossen, es folgt die 60. Nach deren Ende springt die Uhr auf 0:00 und wir befinden uns in der ersten Minute des neuen Tages.

Wollt ihr Inspiration oder in unsere Köpfe kiecken?
Beides! :)

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Facebook versteckt Referrer-Daten

Praxis, Tools & Technikon November 22nd, 2011No Comments

Vor einigen Tagen ist mir eine interessante Änderung bei Facebook aufgefallen. Klicks auf Links innerhalb von Facebook  Apps (Canvas und IFrame) werden von den Zielseiten nicht mehr als Klicks von Facebook erkannt. Der sogenannte Referrer wird von Facebook entweder versteckt oder durch den App Host (Server, auf dem die App liegt) ersetzt. Und zwar in Abhängigkeit davon, ob der Facebook Nutzer HTTPS (sicheres Surfen) aktiviert hat oder nicht.

Bei aktiviertem HTTPS werden keine Referrer Daten durchgelassen. Klickt ein Facebook Nutzer auf einen externen Link innerhalb Eurer Facebook-App und landet danach z.B. auf Eurer Webseite, wird er von der Auswertung (z.B. Google Analytics) nicht als “facebook.com” erkannt, sonder als “direct click”.

Hat der Nutzer kein HTTPS aktiviert, wird beim Klick auf einen externen Link innerhalb Eurer Facebook-App der App-Host als Klick-Quelle vorgeschoben. Liegt Eure App auf http://eureseite.de/apps/myfacebookapp/ wird der Klick über diese App als Klick von eureseite.de erkannt.

Für die bessere Veranschaulichung des Problems haben wir eine kleine Facebook Referrer Test-App  aufgesetzt. Klickt bitte  zunächst auf “LINK” und danach fix auf “STATS”, um zu sehen, als was Eurer Klick erkannt wird.

Da wir uns im Zusammenhang mit unseren Apps schon eine ganze Weile mit dem Thema Facebook Klickauswertung beschäftigen,  bin ich mir ziemlich sicher, dass das eine neue Erscheinung ist. Überraschend finde ich, dass es im Netz noch gar keine Infos zu diesem Thema zu geben scheint. Haben wir die entsprechenden News etwa einfach verpasst?!

Ich stelle mir die Frage, warum Facebook, zumindest bei nicht aktiviertem HTTPS, den generierten Traffic nicht (mehr) für sich beanspruchen möchte. Wie auch himmer, für die Fanpage (und App) Betreiber, die Facebook unter anderem zur Traffic Generierung nutzen, wird eine saubere Facebook Traffic Auswertung erschwert. Das ist wiederum für die Beurteilung der Effektivität der Facebook Aktivitäten nicht vorteilhaft.

Ich hoffe, dass es sich um ein temporäres Problem handelt. Zwischenzeitlich kann man sich mit einem kleinen Trick aushelfen. Beispiel: in eurer Facebook App verlinkt Ihr auf irgendein Ziel auf Eurer Unternehmenswebseite - http://eureseite.de/karriere/jobs1.html. Damit der Facebook Traffic z.B. in der Google Analytics Auswertung nicht vollständig untergeht (als direct click oder Klick von eureseite.de) kann man den entsprechenden Link erweitern – z.B. http://eureseite.de/karriere/jobs1.html?facebook . So läßt sich dann der über Facebook generierte Traffic  im Content-Übersicht Bereich von Google Analytics erkennen.

Falls Euch dieses Problem bereits bekannt war, wie habt Ihr das gelöst?

 

Pic: INVISIBLE by mondi (CC 2.0)

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Page-Statistiken: Die neuen Facebook Insights erklärt

Marketing, Praxis, Tools & Technikon November 17th, 20114 Comments

Facebook hat seinen internen Statistikbereich kürzlich überholt. Die auffälligste Änderung ist dabei wohl der “Talking about this”/”Sprechen darüber”-Wert unter der Like-Zahl auf den Pages. Aber es gab auch im Auswertungsbereich selbst einige wichtige Neuerungen.

Wer sich mit dem offiziellen Facebook PDF-Guide (15 ausführliche Seiten) nicht zufrieden geben möchte, dem sei dieses Video von John Heydon empfohlen. In knapp 10 Minuten erklärt er alles Wichtige aus dem Insights-Modul für die Facebook-Pages. Besser geht es kaum, Danke dafür!

Das kurze Turorial zum Facebook Fan-Report gehört im Prinzip auch zum Insight-Tutorial.

Pic: Mashup aus Kevin Steinhardt und David Reber´s Hammer Photography (CC BY-SA 2.0)

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Einfluss messen mit Klout: Sinn und Unsinn

Tools & Technik, Webon November 16th, 20118 Comments

Am Ende des Jahres 2011 dürfte fast jeder unserer Leser einmal von Klout gehört haben. Spätestens in den letzten Tagen, in denen der Dienst zunehmend in die Kritik geraten ist. Doch der Reihe nach…

Was macht Klout?

Klout ist ein Online-Dienst, der anhand unterschiedlicher Formen der sozialen Interaktion den Einfluss eines Nutzers errechnet. Dieser Einfluss wird in einer Zahl zwischen 1 und 100 ausgedrückt – wobei 100 das zu erreichende Maximum darstellt. So bekommt Person X, mit vielen Followern, Retweets, Facebookfreunden, Likes etc. einen dementsprechend höheres Gewicht zugeordnet.

Zudem errechnet Klout ein Typen- und Themenprofil und kennzeichnet, wer wen beeinflusst. Klout bezeichnet sich selbst als den Standard in der Influence-Messung. Zugegeben: Immer mehr Dienste bieten den Klout-Score als Zusatzinformation an. Hier z.B. der Multi-Account Manager Seesmic:

Wo liegt das Problem?

Wie so oft in der Datenerhebung und dem Umgang mit selbigen: Klout analysiert nicht nur die eigenen Daten, wozu es ja von jedem Nutzer explizit aufgefordert wurde, sondern gräbt sich auch noch durch dessen Kontakte. Auch diese Kontakte und deren Verbindungen werden analysiert und bekommen einen Klout-Score verpasst. So bekomme ich hier einen meiner Kontakte als “von mir beeinflusst” angezeigt:

Ich bräuchte diesen nur noch zu Klout einzuladen, schon bekäme ich zusätzliche Benefits. Das Profilbild dieser Person hat sich Klout über meinen Zugriff auf die Facebook-API geholt und auch gleich einen ersten Score errechnet.

Zum Einen scheint diese Praxis in der EU nicht rechtens zu sein, aber (selbst) ich finde, dass Klout damit einen Schritt zu weit geht. Beliebige Personen in das eigene System zu integrieren und als “Influencer von” bzw. als “beeinflusst von” darzustellen geht so nicht in Ordnung. Auch wenn Klout so argumentieren könnte, dass eine größere Datenmenge letztendlich der Genauigkeit des Scores zu Gute käme – diese Art der Nutzerwerbung hat schon anderen Diensten massive Kritik eingebracht.

Wer braucht Klout?

Zum einen ist es natürlich eine nette Spielerei, zu schauen, wie weit die Online-Reichweite im Vergleich zu frei gewählten Benchmarks liegt (“Oh, nur noch 10 Punkte bis Sascha Lobo”). Dort hört der persönliche Nutzen aber schon fast wieder auf. Etwas derart individuelles und dabei hochkomplexes wie “Einfluss” von einem Algorithmus errechnen zu lassen ist Blödsinn. Zumindest könnte es keine Maschine besser, als der Mensch mit ein paar Klicks in 10 Minuten.

Doch da sind wir beim zweiten Feld, wo Klout so etwas wie Mehrwert bietet: Wer eine große Zahl an absolut oberflächlichen Betrachtungen von Web 2.0-Profilen braucht, dem ist mit Klout sicherlich geholfen. Chevrolet hat beispielsweise gerade für seinen Kleinwagen Sonic eine Marketingkampagne angefahren, für die das Unternehmen Influencer mit Klout identifiziert und diesen dann einen der Wagen für drei Tage zur Verfügung stellt.

Ich für meinen Teil, habe meinen Klout-Account gestern fürs Erste geschlossen. Weniger wegen der Datenschutz-Problematik als vielmehr, wegen der Unsinnigkeit, mein Online-Gewicht über all meine Plattformen tracken zu lassen. Und wenn ich bei oberflächlichen Betrachtungen dann durchs Raster falle, ist mir das gerade Recht.

Pic: Fimb (CC BY 2.0)

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Fanwachstum +1.000%, Engagement +11.000% – Skittles Facebook Updater-Kampgane

Inspiration, Marketingon November 10th, 2011No Comments

Der Süßwarenhersteller Skittles ist seit einigen Jahren ganz vorne dabei, wenn es darum geht, mit Social Media zu experimentieren. Und meist recht radikal, was ihnen auch schon Kritik einbrachte. Skittles waren 2009 eine der ersten, die ihre komplette Homepage auf soziale Netzwerke umleitete. Wer die Seite öffnete kam auf die Twitter-Echtzeitsuche, die alle Erwähnungen des Markennamens anzeigte, über eine kleines Menü in der linken oberen Ecke kam der Nutzer dann auf die Facebook-Fanpage (Menüpunkt “Friends”), den YouTube-Channel (“Media”) bzw. die Wikipedia-Seite (“Products”). So sah das dann aus. Heute ist die Website zwar etwas mainstreamiger, aber Content wird nach wie vor größtenteils über die sozialen Netzwerke bereitgestellt.

Den jüngsten Coup hat Skittles jetzt mit einer Facebook-Kampagne gelandet. Facebook-Nutzer konnten ihre Statusmeldungen an ein eigens eingerichtetes “Callcenter” übermitteln und dort von den Agents vorlesen oder anderweitig präsentieren lassen. Den fertigen Clip bekam der Nutzer dann über sein eigenes Profil gepostet. So wurden aus den einfachen Status-Updates die “”Super Mega Updates”. Nun mag der kritische Netztheoretiker die Stirn runzeln und Skittles nach dem Mehrwert der Aktion fragen. Sicherlich zurecht. Skittles könnte antworten:

  • 21.000 Status-Updates wurden zu Skittles-Clips (die wiederum alle an die Freunde des jeweiligen Nutzers gingen)
  • Das Fanwachstum nahm um 1.000% zu
  • Bei Twitter erreichte Skittles die 2.000.000-Follower-Marke
  • Die Zahl der Facebook-Interaktionen wuchs um 11.000%…
  • …und die Verkäufe um 30%

Und das alles in zwei Wochen! Da kann sich Skittles entspannt zurücklehnen und sich all die Kampagnen anschauen, bei denen Nutzer-Interaktion immer noch nicht mehr als “Fotoupload” bedeutet.

Pic: Amy Loves Yah (CC BY 2.0)

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Die Google+ Pages sind da – Vorfreude und Enttäuschung

Business, Marketing, Webon November 8th, 20112 Comments

Seit gestern ist es also soweit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die Google+ Pages für Marken, Unternehmen etc. für alle Nutzer ausgerollt. Jeder kann sich nun über diesen Link seine eigene Google+ Page erstellen. Das geht erfreulich schnell über zwei dieser Bildschirme vonstatten:

Danach wird noch eine Tag-Zeile gefüllt, ein Foto hochgeladen und fertig ist der Lack. Auf der fertigen Seite lassen sich dann noch eine Beschreibung, weitere Links und Fotos hinzufügen, so wie man es auch von seinem persönlichen Google+ Profil kennt. Und schon kanns losgehen:

Erste Reaktionen

Wer sich durch die ersten Artikel liest, trifft auf einige Enttäuschung. Verständlich, hat sich Google doch mit dem Launch ordentlich Zeit gelassen, kleinere Testgruppen ins Boot geholt und hohe Erwartungen geweckt. Wer daraufhin dachte, dass Google nun mit den Unternehmensseiten einen ausgewachsenen Rivalen für die guten alten Facebook Pages ins Rennen schickt, der hat sich – so scheint es – geirrt. Auf den ersten Blick sind die Google+ Seiten nicht viel mehr als eine hübsche Profilseite, im Vergleich mit Facebook fällt auf:

  • Keine Apps: Facebook-Pages können mit einer Vielzahl individueller Funktionen ergänzt werden. Die Google-Seiten sind auf die hauseigenen Funktionen beschränkt
  • Keine Vanity-URLs: Unter https://plus.google.com/101690606651660300954/posts könnt Ihr die nagelneue Wollmilchsau-Seite Euren Kreisen hinzufügen. Wie soll dieser Link bitteschön unters Volk gebracht werden?
  • Keine Admin-Verwaltung: Einmal angelegte Seiten können nicht übertragen werden, ich kann auch keine weiteren Admins hinzufügen. Mehr als unpraktisch.
  • … (bestimmt noch mehr)

Nur die Ruhe

  1. Ganz Google+ ist noch in der Betaphase, die Pages wurden erst gestern gelauncht. Da sind Dinge wie eine Multi-Admin-Verwaltung und dergleichen sicherlich das kleinste Problem. Ich bin mir sicher, dass sich auf den Seiten noch einiges tun wird. Wir kommen jetzt alle von einem voll ausgestatteten Facebook in einen Google Neubau. Natürlich sieht es da noch etwas kahler aus.
  2. Google ist nicht Facebook – Gott sei Dank! Google sieht eben manche Dinge anders. Wer sagt denn, dass die (zweifellos großartigen) Facebook-Pages der Weisheit letzter Schluss sind? Wenn also Google z.B. auch langfristig auf Jedermann-Apps verzichten würde, wäre das in meinen Augen auch ein spannende Sache. Ein Social Network ohne Apps, jede Seite hat den gleichen Aufbau und die gleichen Features – dann zählt plötzlich der Content. Das wär doch mal was anderes. ;)

Das wird schon! Wie Bradley Horowitz heute sagte: “We’re delighted to be underestimated”

Pics: Google

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WollmilchsauTV 44 – Facebooks neue Open Graph Apps – Der richtige Weg?

Tools & Technik, Web, WollmilchsauTVon November 7th, 2011No Comments

“Every Action Is Connected to Facebook” beschrieb mashable vor einem Monat die neuen Open Graph Apps bei Facebook. Während andere Onlinedienste noch versuchen, die Idee des Like-Buttons aufzugreifen, geht Facebook einfach einen Schritt weiter und macht diesen schon wieder überflüssig: Mit einer individuellen Mini-App kann sich bald jeder Nutzer fest mit der Seite seines Vertrauens verbinden. Jede (bei der Installation freigegebene) Interaktion wird dann der eigenen Timeline zugefügt. Eben die Timeline, die ja jetzt noch mehr eine Darstellung des eigenen Lebens sein soll, als zuvor. Geht Facebook da den richtigen Weg? Schafft Facebook den Spagat zwischen maximaler Vernetzung und Persönlichkeit?

Pic: | spoon | (CC BY 2.0)

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Online Advertising: Facebook rollt das Feld von hinten auf

Business, Marketing, Webon November 4th, 2011No Comments

Social Networks werden zunehmend attraktiv für das klassische Online-Marketing. In den letzten zwei Jahren haben sich die weltweiten Ausgaben für Ads dort mehr als verdoppelt – von 2,4 Mrd. auf 5,5 Mrd. US-Dollar. (Entwicklung und Aufbau von “kommunikativen” Social Media-Präsenzen wie Facebook-Pages etc. nicht eingeschlossen). eMarketer erwartet einen weiten Anstieg auf fast 10 Mrd. US-Dollar bis zum 2013. Dass Facebook in dieser Rechnung ein Wörtchen mitzureden hat, ist nicht überraschend: Für das nächste Jahr wird erwartet, dass über 70% der Ausgaben für Online-Werbung in sozialen Netzwerken an Facebook gehen.

Damit nimmt sich Facebook auch ein größeres Stück des gesamten Kuchens: Bis 2013 gehen dann schon über 8% der gesamten US-Online-Budgets in das Social Network.

Seine Ad-Gewinne konnte Facebook dieses Jahr nochmals verdoppeln.

Nun scheinen Werte um die 10% nicht besonders viel zu sein. Das liegt zum einen dran, dass Display/Banner-Werbung nur einen Teil der Online-Spendings ausmachen. Die klassische Anzeige in den Suchergebnissen ist ein riesiger Markt, andere, individuellere Werbeformen kommen dazu, die z.T. große Budgets schlucken. Schon im Februar meinten wir: Einen Echten Rivalen hat Google in Facebook nicht. Eines darf aber nicht vergessen werden. Facebook wächst weiter. Die Zahl der Nutzer pendelt sich zwar so langsam ein, allerdings nimmt die Zeit, die wir dort verbringen weiter zu.

In den USA verbrachten die Nutzer laut Nielsen im Mai  2011 54 Mrd. Minuten bei Facebook (Yahoo: 17 Mrd., Google: 13 Mrd.). Auch in Deutschland liegt Facebook auf Platz eins: 16,2% der Onlinezeit wird dort verbracht. Google liegt hier mit 12,3% auf Platz zwei. (alle Dienste wie Gooogle+ und YouTube (!!) eingeschlossen.) Das wird noch spannend, zumal Facebook mit kreativen Werbemöglichkeiten lockt. Die Preise für Facebook-Ads steigen jedenfalls kräftig.

Pic: dicktay2000 (CC BY 2.0)

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WollmilchsauTV 42: Facebook vs. Schleswig Holstein

Web, WollmilchsauTVon Oktober 24th, 2011No Comments

Vor dem Wochenende hieß es noch, Facebook könnte für Schleswig Holstein tatsächlich eine Sonderregelung einführen. So zumindest will der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert seine Ausprache mit Facebook-Europachef Richard Ellen verstanden haben. Von Facebook kam heute morgen jedoch ein trockenes Dementi: “Wir haben das Gespräch anders in Erinnerung”, zitiert taz.de. Eine Insellösung scheint utopisch, doch wieso eigentlich? Gehören Individuallösungen nicht zu einem freien Netz?

Pic: gray_um (CC BY 2.0)

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Warum Recruiter Facebook lieber mögen und was LinkedIn dagegen tut

HR & Recruiting, Marketing, Webon Oktober 11th, 2011No Comments

Mashable durfte einen Blick auf die noch unveröffentlichte Potentialpark-Trendstudie “Social Media in Employer Branding 2011″ werfen. Die Artikelüberschrift “7 Reasons Why Recruiters Like Facebook More Than LinkedIn” verrät nichts Überraschendes: Facebook ist auch bei den Recruitern weitaus beliebter als LinkedIn und andere Business-Netzwerke. Warum? Frei übersetzt und zusammengefasst:

  1. It’s more engaging.
    Bei Facebook ist der Nutzer eingeladen sich auf Pages zu beteiligen. Er kann Inhalte abonnieren oder den Dialog suchen. Bei LinkedIn kann er nur warten, bis er angesprochen wird.
  2. Facebook is where the action is.
    Bei Facebook passiert etwas. Bei LinkedIn halten Personaler nach Kandidaten Ausschau, die sich hin und wieder mal kurz einloggen um Kontaktanfragen zu bestätigen. Und wo sind die sonst? Bei Facebook.
  3. It’s free.
    Bei Facebook lassen sich komplexe und großartige Firmenauftritte gestalten, ohne dafür extra Gebühren zahlen zu müssen
  4. It’s a bigger network.
    800 Millionen aktive Nutzer bei Facebok <> 120 Millionen semikative bei LinkedIn.
  5. It’s more open.
    Keine Premiumaccounts, keine Recruiter-Accounts: Alle Facebook-Nutzer haben dieselben Möglichkeiten und Rechte.
  6. The Like button.
    Facebooks Like Button (und die anderen Social PlugIns) lässt Facebook-Nutzer und -Pages mit dem gesamten Netz interagieren.
  7. It’s better for branding.
    …aus oben genannten Gründen

Und LinkedIn?

LinkedIn hat nun eine kleine Neuerung im Programm. Die bis her passiven Unternehmensseiten bekommen die Möglichkeit, aktiv Stausupdates mit den Nutzern zu teilen, die ihnen folgen – ähnlich den Facebook-Pages. Warum diese Funktion ein Jahr brauchte, fragt sich Jay Dolan zurecht, und gibt auch gleich die Antwort:

On LinkedIn, all I care about with a company is seeing if I know anyone who works there, seeing if someone in my network knows someone there, or if they have job openings. I don’t need a companies latest press release, and I certainly don’t want to start a dialogue using my professional network and profile.

Ich schätze, da fürchten die Business-Netzwerke (bei den Xing-Unternehmesseiten war das ja genau das selbe) ihre Hauptklientel mit zuviel Interaktion zu überfordern. Vermutlich haben sie Recht, wenn ich mir die Reaktionen auf den Xing-Relaunch ansehe. Viele wollen nun mal eher ein Online-Rolodex als ein soziales Netzwerk. Dieser Spagat wird noch eine echte Herausforderung.

Pic: TOKY Branding und Design (CC BY 2.0)

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