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How To Begin: Das Social Media Cheat Sheet

Marketing, Webon Januar 27th, 2012No Comments

Die Jungs von Flowtown haben eine interessante Grafik mit einem kurzen Überblick über die sechs wichtigsten Social Media-Netzwerke veröffentlicht: das Social Media Cheat Sheet. Hier werden grundlegende Schritte, Vor- und Nachteile und, was mir persönlich an besten gefällt, ein kurzes “How To Begin” und ein kleines Glossar der jeweiligen Netzwerke vorgestellt. Folgende Netzwerke werden miteinander verglichen: Twitter, Facebook, YouTube, Google +, Tumblr und Digg.

Was bei dieser Infografik auffällt, ist die amerikanisierte Sichtweise, einen Dienst als Soziales Netzwerk einzustufen. Für mich ist ein Dienst wie Tumblr eher ein personalisiertes Blog, und bei einem Lesezeichendienst wie Digg vermisse ich echte soziale Interaktionen, um es als Social-Media-Netzwerk einzustufen. Andere “echte” soziale Netzwerke, wie z.B. LinkedIn fehlen hier gänzlich. Andere Länder, andere soziale Sichtweisen.

The Small Business Social Media Cheat Sheet

Pic: Flowtown

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Die Trinität der Diskussion (und ein neues Gadget)

WollmilchsauTVon Dezember 1st, 20113 Comments

UPDATE: Der Gewinner dieser Ausgabe ist den Kommentaren bekanntgegeben.

Zunächst: Vielen, vielen Dank für Eure Fragen! Wir haben uns sehr gefreut. Die Gewinnerfrage und die Antwort hier im Video. Und natürlich gibt es auch kommende Woche wieder ein großartiges Gadget zu gewinnen – also her mit den Fragen! Die nächste Runde ist hiermit eröffnet und dauert bis nächsten Montag, den 5. Dezember um 23:59.

Wir wollen aber auch die anderen Teilnehmer nicht im Regen stehen lassen, zumal sich diese sehr viel Mühe gegeben haben! Also wollen wir jede Frage wenigstens mit einer knappen Antwort würdigen und hier zur offenen Diskussion stellen.

Gilt Honig als pflanzliches oder tierisches Lebensmittel?
Die Bundesreigierung klassifiziert Honig, wie Milch und Eier als “Primärerzeugnis vom Tier”. Veganer essen Honig sowieso nicht, schon alleine wegen der Ausbeutung der apiformen Arbeiterklasse.

Wie viele eurer Fans sind bei eBay ersteigert?
Wir kaufen unsere Fans nicht bei eBay. Wir haben da indische Partner, die uns “100% echte und themenaffine Markenbotschafter” zu günstigen Konditionen liefern.

Wenn es laut IDW 1,8 Mrd Kinder auf dieser Welt gibt, um welche Uhrzeit genau wird dann der Weihnachtsmann Heiligabend bei mir eintreffen?
Voraussichtlich in den frühen Abendstunden.

Ist der “Social Recruiting Markt” über soziale Netzwerke ein “Winner takes all market”? Wird es in 10 Jahren hauptsächlich nur noch EIN soziales Netzwerk geben (z.B. FB oder G+) in dem ich auch meinen Job finde? Oder bleibt die strikte Trennung zwischen Beruf (Xing, LinkedIn) vs. Privatem (FB & G+)?!
Ich denke, es wird immer ein, zwei große Netzwerke geben und in deren dirketer Peripherie dann nochmal eine überschaubare Anzahl kleiner, aber ebenfalls beliebter. Ich denke aber auch, dass die strikte Trennung Beruf/Privat nach und nach aufweicht. Eventuell wird es eine stärkere Differenzierung nach Themen oder sozialen Gruppen geben.

Wie bekomme ich meine (besten) Facebook Freunde zu Google+?
Das ist nicht einfach. Erster Schritt: Indem du dich nicht mehr auf Facebook rumtreibst. ;) Solange Du dort weiterhin erreichbar bist, sehen sie keinen Grund.

Wie kalt ist es, wenn es doppelt so kalt ist, wie 0°C ?
Da “kalt” ein subjektiver Begriff ist, und nur als Gegensatz zu “warm” genauer zu fassen ist: <0°C

Wieviel Prozent zahlen Unternehmen Sozialabgaben on top auf die Prämie in einem Mitarbeiterempfehlungsprogramm in Deutschland?
(Hier muss Second-Level nochmal ran, um ein geprooftes Statement abgeben zu können. Die Antwort kommt dann asapst, spät. e.o.d.)
Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, werden Prämien aus Mitarbeiterempfehlungsprogrammen, wie alle anderen Einmalzahlungen auch, als normale Arbeitseinkünfte behandelt. Folglich unterliegen sie den normalen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgabevorschriften und variieren nach Einzelfall. [Disclaimer: Ohne Gewähr. Da wir zur Rechtsberatung weder befähigt noch befugt sind, empfehlen wir Dir, die Frage an den Steuerberater Deines Vertrauens zu richten, falls Du die Antwort nicht schon kennst ;-)]

Ist es karrieretechnisch ein Muss, dass Kinder schon unter 6 Jahren eine Fremdsprache lernen?
Ein “Muss” ist das nicht, in meiner Generation lernte man Englisch noch durch Popmusik! Aber ernsthaft: Dass Kinder in den frühen Jahren Sprachen noch sehr viel besser aufnehmen ist (soweit ich weiß) unbestritten. Also ist es sicherlich sinnvoll sie so früh wie möglich an eine Fremdsprache heranzuführen.

Wie seid Ihr auf dieses tolle Gadget gekommen?
Durch das Internetz.

Was war zu erst da: Der Fanboy oder das Gadget?
Gute Frage. An sich das Gadget, aber erst durch den Fanboy wird es zu dem was es ist. Vom Spielkrams zum hochwertigen Objekt mit englischem Trendnamen.

Welche Frage hat denn diese Woche gewonnen?
Guckst Du Video!

Assessment-Center: Wir suchen Mensch oder Maschine für zwei-tägigen Systemcheck. Exzess oder Zielführend?
Es ist für Großunternehmen wohl in gewisser Weise zielführend – im Sinne von zeitsparend. Ich halte jedoch nichts von dieser Art des offenen Wettbewerbs, da in diesen Situationen die wenigsten Menschen natürlich und ehrlich agieren. Ich glaube, es wurden durch dieses Verfahren schon so einige Fehlentscheidungen getroffen.

iPhone, iPod, iPad, iTunes, iMac, AppleTV und AirPlay. Alles aufeinander abgestimmt, alle Lebensbereiche werden kinderleicht mit Medien gefüllt, die natürlich nur über iTunes kommen. Wer kann bei diesem komfortablem und ganzheitlichen Konzept schon noch widerstehen?
Also wir alle bis jetzt großartig…

Wie seht ihr die Zukunft von Google+ Pages aus der Unternehemnsperspektive? Oder anders gefragt: Wird Google+ je etwas für den Mainstream sein?
Google+ ist ein weiterer Kanal, um als Unternehmen ansprechbar zu sein – zudem ein sehr durchdachter und hochwertiger. Ob er sich umgekehrt auch zum Tool für Massenansprache entwickelt, wage ich noch nicht abzusehen. Ich halte es jedenfalls für möglich… sagen wir zu 58%.

Warum eigentlich?
So halt.

Ist um 0:00 Uhr der alte Tag zu Ende, oder beginnt der neue Tag?
Naja, das Ende des alten Tages ist ja per Definition der Beginn des neuen. Um 0:00 beginnt der neue Tag. Um 23:59 ist ja die 59. Minute bereits abgeschlossen, es folgt die 60. Nach deren Ende springt die Uhr auf 0:00 und wir befinden uns in der ersten Minute des neuen Tages.

Wollt ihr Inspiration oder in unsere Köpfe kiecken?
Beides! :)

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Richtig googeln: Recherche-Basics als Infografik

Praxis, Webon November 28th, 20111 Comment

“Hast Du das mal gegoogelt?” – “Ja” – “Richtig!?”. Google ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es richtig eingesetzt wird. Dass dieses oft nicht der Fall ist, zeigte vor einigen Monaten bereits eine Umfrage zum Nutzerverhalten in Suchmaschinen. Eine Infografik von HackCollege fasst das grundlegende Google-KnowHow zusammen. Die Grafik ist zwar speziell auf die Bedürfnisse des Studenten ausgelegt, diese Recherchetechniken sind aber prinzipiell sehr gut auf alle Bereiche übertragbar:

Pic: ricardo256 (CC BY 2.0)

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Google Think Insights: Eine Studien- und Datensammlung für Marketer

Business, Inspiration, Marketing, Webon November 11th, 2011No Comments

Think with Google ist eine Initiative, die aktuelle Untersuchungen, Umfragen und Studien vorstellt und selbst durchführt. Das kürzlich vorgstellte Think Quarterly Magazin kommt aus dieser Quelle, zahlreiche Events werden über diese Initiative ins Leben gerufen und vorgestellt. Neustes Projekt: Think Insights with Google – der “information and resource hub for marketers”.

In der Tat finden alle, die sich über die unterschiedlichsten Märkte, Marken und Interessen informieren möchten hier eine Unmenge an Informationen. Da diese zudem im neuen Google-Design daher kommen, sind diese Daten schick und sinnvoll aufbereitet  - darin zu stöbern ein echter Genuss!

Sortiert sind die unterschiedlichen Inhalte über fünf Menüpunkte:

  • Latest News: Nomen est Omen. Beiträge aus allen Bereichen nach Aktualität sortiert.
  • Research Library: Hier finden sich alle Studien, Berichte und Stimmen in voller Länge. Wer hier hängen bleibt, der hat schnell zwei, drei Stunden verloren – aber auch viel gewonnen.
  • Planning Tools: Konkrete Anfragen an die Google Planning Tools, teils wird hier nur auf die bekannten Ad Planner & Co verlinkt, ich fand allerdings auch noch einige neue Tools. Durch die Fragestellungen des Interfaces auch neue Anwendungsgebiete für die bekannten.
  • Facts & Stats: Nackte Zahlen, einzelne ausgewählte Fakten aus den unterschiedlichen Studien. Hier hätte ich mir eine Verlinkung zu den Studien gewünscht. Sonst ganz nett zur “ergebnisoffenen Recherche”
  • Thinking Ahead: Bis jetzt ein Artikel über zukünftiges Konsumentenverhalten. Was genau hier kommt, ist mir noch nicht ganz klar. Vermutlich Artikel, Meinungen und Visionen.

Eines muss dazu gesagt werden: Alle diese Studien und Daten kommen direkt von Google oder hängen mehr oder weniger eng mit dem Konzern zusammen. Es ist keine technisch aggregierte Sammlung, sondern eine redaktionell moderierte. Auch wenn mir die Studien bis jetzt alle in sich schlüssig erscheinen – entsprechende Vorsicht ist (wie immer) geboten.

Pic: Doey (CC BY 2.0)

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Die Google+ Pages sind da – Vorfreude und Enttäuschung

Business, Marketing, Webon November 8th, 20112 Comments

Seit gestern ist es also soweit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind die Google+ Pages für Marken, Unternehmen etc. für alle Nutzer ausgerollt. Jeder kann sich nun über diesen Link seine eigene Google+ Page erstellen. Das geht erfreulich schnell über zwei dieser Bildschirme vonstatten:

Danach wird noch eine Tag-Zeile gefüllt, ein Foto hochgeladen und fertig ist der Lack. Auf der fertigen Seite lassen sich dann noch eine Beschreibung, weitere Links und Fotos hinzufügen, so wie man es auch von seinem persönlichen Google+ Profil kennt. Und schon kanns losgehen:

Erste Reaktionen

Wer sich durch die ersten Artikel liest, trifft auf einige Enttäuschung. Verständlich, hat sich Google doch mit dem Launch ordentlich Zeit gelassen, kleinere Testgruppen ins Boot geholt und hohe Erwartungen geweckt. Wer daraufhin dachte, dass Google nun mit den Unternehmensseiten einen ausgewachsenen Rivalen für die guten alten Facebook Pages ins Rennen schickt, der hat sich – so scheint es – geirrt. Auf den ersten Blick sind die Google+ Seiten nicht viel mehr als eine hübsche Profilseite, im Vergleich mit Facebook fällt auf:

  • Keine Apps: Facebook-Pages können mit einer Vielzahl individueller Funktionen ergänzt werden. Die Google-Seiten sind auf die hauseigenen Funktionen beschränkt
  • Keine Vanity-URLs: Unter https://plus.google.com/101690606651660300954/posts könnt Ihr die nagelneue Wollmilchsau-Seite Euren Kreisen hinzufügen. Wie soll dieser Link bitteschön unters Volk gebracht werden?
  • Keine Admin-Verwaltung: Einmal angelegte Seiten können nicht übertragen werden, ich kann auch keine weiteren Admins hinzufügen. Mehr als unpraktisch.
  • … (bestimmt noch mehr)

Nur die Ruhe

  1. Ganz Google+ ist noch in der Betaphase, die Pages wurden erst gestern gelauncht. Da sind Dinge wie eine Multi-Admin-Verwaltung und dergleichen sicherlich das kleinste Problem. Ich bin mir sicher, dass sich auf den Seiten noch einiges tun wird. Wir kommen jetzt alle von einem voll ausgestatteten Facebook in einen Google Neubau. Natürlich sieht es da noch etwas kahler aus.
  2. Google ist nicht Facebook – Gott sei Dank! Google sieht eben manche Dinge anders. Wer sagt denn, dass die (zweifellos großartigen) Facebook-Pages der Weisheit letzter Schluss sind? Wenn also Google z.B. auch langfristig auf Jedermann-Apps verzichten würde, wäre das in meinen Augen auch ein spannende Sache. Ein Social Network ohne Apps, jede Seite hat den gleichen Aufbau und die gleichen Features – dann zählt plötzlich der Content. Das wär doch mal was anderes. ;)

Das wird schon! Wie Bradley Horowitz heute sagte: “We’re delighted to be underestimated”

Pics: Google

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Online Advertising: Facebook rollt das Feld von hinten auf

Business, Marketing, Webon November 4th, 2011No Comments

Social Networks werden zunehmend attraktiv für das klassische Online-Marketing. In den letzten zwei Jahren haben sich die weltweiten Ausgaben für Ads dort mehr als verdoppelt – von 2,4 Mrd. auf 5,5 Mrd. US-Dollar. (Entwicklung und Aufbau von “kommunikativen” Social Media-Präsenzen wie Facebook-Pages etc. nicht eingeschlossen). eMarketer erwartet einen weiten Anstieg auf fast 10 Mrd. US-Dollar bis zum 2013. Dass Facebook in dieser Rechnung ein Wörtchen mitzureden hat, ist nicht überraschend: Für das nächste Jahr wird erwartet, dass über 70% der Ausgaben für Online-Werbung in sozialen Netzwerken an Facebook gehen.

Damit nimmt sich Facebook auch ein größeres Stück des gesamten Kuchens: Bis 2013 gehen dann schon über 8% der gesamten US-Online-Budgets in das Social Network.

Seine Ad-Gewinne konnte Facebook dieses Jahr nochmals verdoppeln.

Nun scheinen Werte um die 10% nicht besonders viel zu sein. Das liegt zum einen dran, dass Display/Banner-Werbung nur einen Teil der Online-Spendings ausmachen. Die klassische Anzeige in den Suchergebnissen ist ein riesiger Markt, andere, individuellere Werbeformen kommen dazu, die z.T. große Budgets schlucken. Schon im Februar meinten wir: Einen Echten Rivalen hat Google in Facebook nicht. Eines darf aber nicht vergessen werden. Facebook wächst weiter. Die Zahl der Nutzer pendelt sich zwar so langsam ein, allerdings nimmt die Zeit, die wir dort verbringen weiter zu.

In den USA verbrachten die Nutzer laut Nielsen im Mai  2011 54 Mrd. Minuten bei Facebook (Yahoo: 17 Mrd., Google: 13 Mrd.). Auch in Deutschland liegt Facebook auf Platz eins: 16,2% der Onlinezeit wird dort verbracht. Google liegt hier mit 12,3% auf Platz zwei. (alle Dienste wie Gooogle+ und YouTube (!!) eingeschlossen.) Das wird noch spannend, zumal Facebook mit kreativen Werbemöglichkeiten lockt. Die Preise für Facebook-Ads steigen jedenfalls kräftig.

Pic: dicktay2000 (CC BY 2.0)

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Echte Unternehmenseinblicke: Google Business Photos

Business, Inspiration, Webon Oktober 27th, 2011No Comments

Google erweitert seine StreetView um die Innenansichten von lokalen Geschäften. (Keine Sorge – nur auf Anfrage.) Mit Google Business Photos können Nutzer so von der Straßenansicht in die Shops wechseln und sich dort genauer umsehen. Navigiert wird wie gewohnt: mit Richtungspfeilen und Zoom. Momentan können sich Shopbesitzer in den USA, Großbritannien, Japan, Australien, Neuseeland und Frankreich um eine Google-Fotosession bewerben. Wie immer gibt es von Google auch ein hübsches Video, in dem der neue Dienst vorgestellt wird.

Und so sieht das Ganze dann aus. Hier der “Comics Toon N Toys”-Shop in Tustin, USA. Wie Ihr seht, kann diese Ansichts des eigenen Shops auch wunderbar auf den eigenen Online-Präsenzen integriert werden:

Der Nutzen

Auch wenn das Sortiment auf Dauer nicht aktuell ist, so kann ich mir als Nutzer doch einen guten Eindruck des Shops verschaffen. Atmosphäre, wo liegen die Schwerpunkte, wie groß ist die Auswahl prinzipiell, etc. Natürlich springt hier bei einem solchen Service auch gleich der Employer Branding-Alarm an. Wie schön könnten Arbeitsplätze, Büros etc. in Szene gesetzt werden. Leider ist dieser Dienst derzeit nur für den klassischen Local Shop (Restaurants, Läden, Hotels usw.) vorgesehen.

“Ich will aber auch…”-Tipp

An dieser Stelle sei jedem das gute alte Google Places in Erinnerung gerufen! Hier können Fotos hochgeladen werden, die fest mit einem Ort (Google Place) verknüpft werden. Diese Bilder tauschen dann ebenfalls bei Google Maps und in der Street-View auf, über den entsprechenden Places-Eintrag sind die Besucher dann ruckzuck auf Deiner Webseite. Diese Gelegenheit kann jedes Business nutzen.

Pic: kevinzim (CC BY 2.0)

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Das Schlachtfeld von Web 2.0 – Kampf um die Datenherrschaft

Inspiration, Webon September 28th, 2011No Comments

“Kenne deinen Feind und kenne dich selbst, und in hundert Schlachten wirst du nie in Gefahr geraten.”, stellte Sun Tsu vor vielen Jahrhunderten in “Kunst des Krieges” fest. Die größten Schlachten unserer Zeit werden zum Glück im Internet geschlagen, wo viele große und kleine Parteien Tag und Nacht um mehr Einfluss in ihren technologischen Nischen kämpfen.

Vor einem Jahr bereits haben die Macher des Web 2.0 Summits dieses Schlachtfeld im Form einer interaktiven Karte, Points of Control: The Map, visualisiert. In diesem Jahr wurde die Karte um eine neue Ebene erweitert und zwar um die Datenebene. Neben reinen Nutzerzahlen, Bekanntheit usw. werden nach und nach DATEN als das wahre Vermögen, die entscheidende Ressource für eine nachhaltige erfolgreiche Strategie verstanden.(Zur vollständigen Karte!)

Informationen über unser Einkaufsverhalten, Suchverhalten, soziale Interaktionen, unsere Interessen und Aufenthaltsorte, Inhalte, die wir konsumieren, bilden die Bausteine, aus denen die virtuellen Imperien entstehen. Nun (liebe Datenschützer), es ist nicht schwer zu erraten, wer aktuell die größte Stadt auf der Karte besitzt. Aber hättet Ihr auch an die anderen Städtchen gedacht?!

 

Allzu leicht lassen wir uns dazu verleiten, zu einem bestimmten Zeitpunkt nur einen kleinen Ausschnitt  eines großen Ganzen wahrzunehmen. Letztes Jahr – Google = böses Internet, diese Jahr – Facebook = böses Internet, nächstes Jahr – ? Und so entsteht manchmal der Eindruck, dass manch einer von einem bösen Internet zum nächsten rennt, während sich das Internet insgesamt völlig entspannt und unbeeindruckt, nach seinem eigenen Plan, weiter entwickelt, wie eine große Metropole.

Pic: by El Bibliomata

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WollmilchsauTV 37 – Google-Jobbörse

Inspiration, Web, WollmilchsauTVon September 18th, 20111 Comment

Wird Google in die Jobsuche einsteigen?! Für Marcus ist Google der unvermeidbare und unbesiegbare “Endgegner” aller Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. Zugegeben, es spricht so einiges dafür. Bereits bestehende Google-Dienste, die nach ähnlichen Prinzipien funktionieren, interessante Patentanmeldungen, passende Unternehmenszukäufe und der unbezwingbare Wille Googles, das Leben der Nutzer um jeden Preis angenehmer zu machen. Wir halten viel von dieser Idee und fragen uns, wie es hier in naher Zukunft weiter gehen könnte.

Pic: 1963 … television eyeglasses by x-ray delta one

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Aus der Masse herausstechen: Zwei Beispiele für aktive Jobsuche und Selbstmarketing

HR & Recruitingon September 6th, 20113 Comments

Jobsuche kann mehr sein, als das Durchforsten von Stellenangeboten und das Anklopfen bei alten Kontakten. David Pape und Wiebke Heyder haben die Sache selbst in die Hand genommen und sich aktiv als Jobsuchende im Netz präsentiert. David hat eine Anzeige bei Google geschaltet, Wiebke hat ihr Stellengesuch als Facebook-Page umgesetzt. Wir haben bei beiden einmal nachgefragt.

Jobsuche per Google-Ad

David, Du hast eine Google Ad geschaltet, um einen Job zu finden. Welche Erwartungen hattest Du an diese Aktion im Vorfeld?
Die Erwartungen waren geteilt. Einerseits habe ich mir schon erhofft, dass ich über meine Google Ad Kampagne eine große Zahl an interessanten Menschen erreiche, jedoch saß ich nicht permanent vor meinem Postfach und habe auf meinen Traumjob gewartet. Es war die richtige Kombination aus Neugier, was solch eine Internetkampagne bewirken kann und Bodenständigkeit, dass ich nicht erwartet habe eine E-Mail von Steve Jobs zu erhalten.

Und was hat sie bis jetzt gebracht?
Es haben sich einige Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen gemeldet. Die einen fanden die Idee mit der Kampagne so überragend, dass sie mir einfach ein Kompliment aussprechen wollten, andere wiederum waren an meiner Vita und beruflichen Orientierung interessiert. Ein Jobangebot ist jedoch noch nicht herausgesprungen.

Wie viel Zeit und Geld hat Dich dieses Selbstmarketing gekostet?
Das tolle an solch einer Internetkampagne ist ja, solange man die nötige Affinität mitbringt, dass sie in wenigen Minuten gestartet werden kann. Natürlich habe ich mir im Vorfeld ein paar Gedanken darüber gemacht, wie ich mich im Netz präsentieren möchte, aber es hat keinesfalls länger als einen Tag gedauert. Google bietet unzählige Tools um den Verlauf der Kampagne zu beobachten und zur Not zu optimieren. Eine erfolgreiche Internetkampagne hat ein Anfang aber kein Ende. Man sollte am Ball bleiben und schauen, welche Selbstinszenierung bei den Usern am besten ankommt. Die Kosten sind überschaubar und können durch Limits dem individuellen Budget angepasst werden.

War es der einzige Weg den Du gegangen bist? Was hast Du sonst gemacht?
Die Kampagne ist eher aus Neugier entstanden und war bisher der einzige Weg mich im Netz digital zu vermarkten. Der Erfolg hat mich jedoch beeindruckt und ich werde mich sicherlich bei gegebener Zeit hinsetzen und schauen, womit ich die Kampagne noch weiter verknüpfen kann.

Würdest Du heute etwas anders machen? Hast Du einen Tipp für Nachahmer?
Ich habe mich versucht in die Lage meines Gegenübers zu versetzen und was diesen wohl dazu veranlassen würde, auf meine Kampagne anzustoßen. Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass die Selbstdarstellung im Netz zum gewünschten Arbeitgeber und auch Arbeitsumfeld passt. Kreativität kommt dann gut an, wenn sie erwünscht ist. Zu Anfang viel Zeit in Detailarbeit zu stecken, kann auch nach hinten losgehen, wenn das Fein-Tuning bei der Masse nicht ankommt. Lieber mit der Kampagne wachsen, Trends auswerten und zur Not nachjustieren. Ich persönlich habe zum Beispiel lange Listen mit potentiellen Tippfehlern erstellt, die bei der Google Suche durchaus mal passieren können. Im Nachhinein lag die Fehlerklickrate im niedrigen einstelligen Prozentbereich und ich musste mir eingestehen die Zeit verschwendet zu haben.

David Pape bei Xing

Jobsuche per Facebook-Page

Wiebke, Du hast eine Facebook-Page eingerichet, um einen Job zu finden. Welche Erwartungen hattest Du an diese Aktion im Vorfeld?
Ehrlich gesagt war das eine Spontanaktion, da ich nach 1 ½ Jahren Krankheit (Knieverletzung) wieder Gesund geschrieben wurde und mich mit dem Thema Bewerbungen auseinander setzen musste. Da ich ein neugieriger Mensch bin und schon immer wissen wollte, wie eine Facebook-Fanseite von Administratorenseite aussieht, habe ich mit meiner Schwester etwas zusammen gebastelt. Also hatte ich erstmal keine Erwartungen sondern habe einfach mal gemacht …

Und was hat sie bis jetzt gebracht?
Zunächst mal habe ich meine Facebook-Freunde über die Seite informiert und um Unterstützung gebeten. Die haben fleißig „gefällt mir“ gedrückt und die Seite auf Ihrem Profil gepostet. So kamen innerhalb von wenigen Tagen bereits um die 100 Fans zusammen, heute sind es etwa 130 – wovon ich persönlich nur 45 kenne. Was konkrete Stellenangebote angeht, hat die Seite zwei gebracht, die allerdings am Ende nicht so gepasst haben. Aber ich habe viele interessante Menschen darüber virtuell kennen gelernt, überraschend viel Unterstützung von fremden Leuten erhalten (tut ja auch der Seele gut) und ich kann die Fanpage jetzt als Referenz für Tätigkeiten im Social Media Bereich vorweisen. Und wie gesagt: jede Menge Erfahrungen.

Wie viel Zeit und Geld hat Dich dieses Selbstmarketing gekostet?
Das Aufsetzen der Seite vielleicht 1 Stunde, ansonsten maximal 30 Minuten in der Woche. Ich habe mal spaßeshalber eine Google-AdWords-Kampagne (auch wieder zum Üben) gefahren, die hat nochmal ca. 5 Fans gebracht und nach 4 Tagen bereits das Budget von 50 Euro überschritten.

War es der einzige Weg den Du gegangen bist? Was hast Du sonst gemacht?
Da es sich bei meiner Fanpage ja nur um einen Versuch handelt um Erfahrungen zu sammeln, gehe ich ansonsten den „klassischen“ Bewerbungsweg über Online-Jobportale und fleißiges Netzwerkern. Aber ich habe festgestellt, dass insbesondere Xing DAS Portal für Jobsuchende und potentielle Arbeitgeber bzw. Recruiter ist.

Würdest Du heute etwas anders machen? Hast Du einen Tipp für Nachahmer?
Ich würde glaube ich mehr über Twitter, Blog und vor allem Xing gehen. Das A und O für Bewerbungen gerade im Marketing-Bereich ist ein gut aufgesetztes Xing-Profil, mit guten Tags an den richtigen Stellen, sodass man für Recruiter gut aufzufinden ist. Facebook ist auf keinen Fall eine Plattform, über die man sich selbst als Jobsuchender gut vermarkten kann. Hier funktioniert mehr das Zufallsprinzip: „Ich kenne da wen … ich habe gehört … bei mir wird sowas doch gesucht …“. Aber als Einstiegsübung ins Thema Social Media ist es auf keinen Fall ein Fehler, das einfach mal zu probieren um Erfahrungen zu sammeln.

Wiebke Heyder bei Xing

Pic: paulandrews77 (CC BY 2.0)

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Wochenrückblick KW29 – Google+, StudiVZ, Facebook, Fridge, Groupon

Inspiration, Web, WollmilchsauTVon Juli 23rd, 2011No Comments

Die vergangene Woche war etwas eintönig, um nicht zu sagen langweilig. Dennoch gab es einige Ereignisse, die auf unserem Schirm geblieben sind und die wir in unserem Video Wochenrückblick für die Nachwelt gerne festhalten wollen.

Da gab es z.B. die Sache mit dem Google+ Klarnamenszwang. Den gescheiterten Verkauf von StudiVZ. Google investiert weiter in den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer durch den Kauf von Fridge und Facebooks Werbepreise steigen deutlich an. Groupon und Konsorten dürfen sich mit einer Klage rumärgern.

Pic: Vintage TV Set, pt.1 by Marcin Wichary

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Google+ vs. Facebook (Video)

Inspiration, Web, WollmilchsauTVon Juli 22nd, 20112 Comments

Ich geb’s auf. Man kann sich diese Woche dem Thema Google+ einfach nicht entziehen. Es hat keinen Sinn, dagegen anzukämpfen. Außerdem gibt’s es offenbar einfach keine überwältigenderen News. Mal sehen, was sich überhaupt für unseren Video Wochenrückblick heute Abend finden läßt.

Auch wenn ich kein großer Freund von diesem Google+ vs. Facebook Hype bin, möchte ich Euch das folgende tolle Video nicht vorenthalten, in dem der Autor zugegeben recht eindeutig Partei ergreift. Nun, ich bin nicht der Meinung, dass Google+ Facebook “killen” wird oder sonstiges. Die Netzwerke werden erfolgreich nebeneinander existieren und sich gegenseitig antreiben. Davon können wir als Nutzer nur profitieren.

In dem Video wird Google+ auf eine sehr einfache und sympatische Art und Weise kurz erklärt. Vorhang auf!

 

Pic: Cat & Dog by West Zest

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Personalsuche mit Google+

HR & Recruiting, Inspiration, Webon Juli 20th, 201111 Comments

Wir hatten gestern bereits angerissen, dass Google+ für die Personalsuche interessant werden könnte. Heute fand ich endlich etwas Zeit für die Prüfung der aktuellen Möglichkeiten. Mein Fazit ist, dass Google+, nur wenige Wochen online und gerade mal in der Test-Phase, eines Recruiter-/Sourcer-Blickes auf jeden Fall Wert ist.

Erkenntnis 1:

Auf den ersten Blick lassen sich ca. 800.000 Google+ Profile bereits mit der naheligendsten Suchkette site:plus.google.com über die  Google-Suche durchsuchen. Verwendet  man stattdessen site:profiles.google.com, kommt man auf 12.900.000 durchsuchbare Profile. Und bei beiden zusammen, site:profiles.google.com OR site:plus.google.com, irgednwie auf ganze 13.900.000 Profile. Gar nicht so schlecht für den Anfang. Und es werden offenbar stündlich mehr.

Erkenntnis 2:

Profile aus Deutschland sind natürlich auch dabei. Nach der Einschränkung der Ergebnisse auf deutschsprachige Seiten, bleiben noch 1.190.000 Profile über. Zum Vergleich: eine ähnlich aufgebaute Suche bei Xing (site:xing.com inurl:profile -> Einschränkung auf deutschsprachige Seiten) führt zu 1.950.000 Ergebnissen. Da liegen wohl keine Welten zwischen, außer dass Xing Profile in der Regel mehr Werdegang-Daten enthalten, bei Google+  dafür aber für die anschließende Ansprache  kostenlos ist.

Erkenntnis 3:

Google+ Profile enthalten berufsbezogene Informationen, nach denen gezielt gesucht werden kann. Ich nehme mein Lieblingsbeispiel für solche Tests, Entwickler Hamburg, und komme auf 112 Profile. Einige Ergebnisse sind nicht zu gebrauchen, offenbar weil meine Suchkette noch zu ungenau ist, so dass in manchen Fällen Statusmeldungen mitberücksichtigt werden. Dennoch sind auch viele brauchbare Profile dazwischen!

Erkenntnis 4:

Falls Euch die ganzen Suchketten zu umständlich erscheinen, habe ich drei Lösungen gefunden, die Euch die Arbeit eventuell etwas vereinfachen könnten. FindPeopleonPlus.com, Gpeep.com und GPlusSearch.com sind kleine Google+ Suchmaschinen, mit denen sich gezielt Profile durchsuchen lassen. Bei FindPeoplePlus.com sind sogar klickbare Filter zur Selektion nach Beruf, Land, Beziehungsstatus usw. integriert.

Leider erfassen die beiden Suchmaschinen bei weitem nicht alle verfügbaren offenen Profile. Entsprechend bescheiden fallen momentan die Ergebnisse für Deutschland aus. Die Suchketten sind daher zumindest kurzfristig die bessere Alternative. Mal sehen, wie sich die Suchmaschinen entwickeln.

Erkenntnis 5:

Die Personensuche von Google+ ist aktuell nicht für die Suche in den Profilen geeignet. Man kann lediglich nach Namen suchen. Einige Freelancer haben bereits ihre Berufsbezeichnungen und Kenntnisse in ihre Profilnamen aufgenommen.

Alles in allem gefällt mir das, was ich sehe, sehr. Man kann als Sourcer und/oder Recruiter mit Google+ arbeiten und sich schon mal mit interessanten Kandidaten anfreunden. Google+ und seine Nutzer sind in Aufbruchstimmung und stimmen offenbar jeder Kontaktanfrage zu. Die Google+ Kreise (Circles) können wunderbar zur Organisation der potentiellen Kandidaten (z.B. nach Beruf) eingesetzt werden.

Und schon haben wir eine wunderbare “Datenbank” für die kommenden Recruiting Vorhaben. Das ganze gesponsert von Goolge und gepflegt durch “itself”! Leute, da kommt was auf uns zu. Nicht umsonst bezeichnen die US Recruiter  Google+ treffend als “Das Recruiter-freundliche Facebook“.

Pic: Baggerschaufeln by martinroell

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Google+, Klarnamenzwang und eine großartige Sourcing-Quelle

HR & Recruiting, Webon Juli 19th, 20113 Comments

Wer es verpasst haben sollte: Google+ wünscht auf seinem jungen Netzwerk keine Pseudonyme. Nutzer sollen sich bitteschön mit Klarnamen, oder zumindest dem gebräuchlichen Rufnamen anmelden. Die ersten Pseudonyme wurden von Google bereits gelöscht/gesperrt. Es folgte der Aufruf zum Boykott, mit prominenter Unterstüzung.

Zu dieser aktuellen Google+ Klarnamendebatte (dramatisierend „#plusgate“ genannt) hat Dieter Petereit auf t3n eine recht nüchterne Zusammenfasssung geschrieben. Ich versuche diesen lesenswerten Artikel nochmal in zwei Sätze zu fassen: Ja, im Internet besteht in bestimmten Fällen die Notwendigkeit für Pseudonyme, und Google täte gut daran, dieses, trotz Hausrecht, auch zu ermöglichen. Andererseits sollten auch die Pseudonymbefürworter die Kirche im Dorf lassen und mit Bedacht argumentieren.

Soweit so gut. Auch wenn ich verstehe, dass politisch Verfolgte unter Pseudonymen agieren müssen, und z.B. Künstler es gerne wollen, so hoffe ich in diesem Netzwerk doch auf ein stückweit auf mehr Offenheit., zumindest unter denen, die keinem besonderen Zwang unterliegen. Google+ ist doch gerade deswegen eine gute Ergänzung zu Facebook, weil man dort kontrollieren kann, welche Inhalte in welche Kreise gelangen. Und da das Google-Konto in den meisten Fällen eh das Klarnamenkonto ist (diesen Eindruck hatte ich zumindest auch vor Google+ immer, wenn ich meine Kontakte durchgesehene habe) ist es doch eine wunderbare Möglichkeit, sich seine offizielle Online-Präsenz aufzubauen.

Und ganz am Rande: Google+ wird so zu einer Sourcing- und Recruiting Quelle, die sämtliche bisher gewesenen in den Schatten stellen könnte. Persönliche Profile, beruflicher Werdegang und aktuelle Online-Beiträge… und das alles offen durchsuchbar; da können alle anderen Netzwerke einpacken – sofern die Nutzer mitspielen. ;)

Pic: NatalieMaynor (CC BY 2.0)

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wollmilch2go: Wochenrückblick – Google+, MySpace, Biz Stone, Delingsdorf, Monster (Video)

Web, wollmilch2go, WollmilchsauTVon Juli 2nd, 20115 Comments

wollmilch2go – das Alter Ego der wollmilchsau. Kurze Posts, die unsere privaten Leidenschaften wiederspiegeln, neben den zentralen Themen des Blogs.

Was hat uns die vergangene Woche gebracht?! Der Rückblick mit Alex & Tobi fasst die wichtigsten (Online-) Ereignisse, von Google+ und Facebook bis Delingsdorf,  zusammen.

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Google Studie: Word-of-Mouth and the Internet

Marketing, Webon Juli 1st, 2011No Comments

Keine Werbeform bekommt einen so großen Vertrauensvorschuss wie die persönliche Empfehlung. Word-Of-Mouth Marketing (WOMM) versucht über unterschiedliche Kanäle Gespräche über Marken anzuregen und/oder diese Konversationen gezielt zu nutzen. Eine Studie von Google hat Effektivität und Mechnsimen der Mundpropaganda untersucht und kommt zu einer wichtigen Erkenntnis: Auch wenn viel offline gesprochen wird, es dreht sich um das, was einem online begegnet ist. Zudem geht man spätestens dann ins Netz, sobald etwas interessantes gehört wurde.

Die drei Stadien eines Markengesprächs

…erklären sich von selbst.

Wo finden die Gespräche statt?

Das persönliche Gespräch ist noch lange nicht überholt. 82% aller Markenkommunikationen finden face-to-face statt, nur 5% online.

Also doch nicht online?

Lässt so nicht sagen! Das Internet ist in allen drei Phasen die Hauptrefenzquelle. Bseonders in der (entscheidenden) letzten Phase der Überprüfung, Vertiefung und Entscheidung hängt es alle andren Medien deutlich ab:

Und es wird mehr werden:

Dank Smartphone müssen wir nicht mehr von der Couch zum PC rennen, oder uns Informationen auf Zetteln notieren, um sie zu Hause googeln zu können. Jetzt können wir schon im Gespräch auf Onlinereferenzen verweisen und die betreffende Seite “mal schnell” an den Gegenüber schicken. Egal wo gesprochen wird.

Soweit meine Schlüsselerkennisse. Die vollständige Studie (hier als PDF) bietet noch weitere Details. Es gibt übrigens auch noch ein kleines Video mit niedlichen Illustrationen, das die Ergebnisse zusammenfasst.

Pic: bnilsen (CC BY-SA 2.0)

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Das Google+ Projekt – Was Google in sozialen Netzwerken zu suchen hat

Webon Juni 30th, 20112 Comments

Angekündigt hatte Google sein Social Network ja schon lange, gestern bekam es endlich einen Namen und ein Gesicht: Google+ wird es heißen und es sieht gut aus. Ich will gar nicht auf den nun heraufbeschworenen Kampf zwischen Facebook und Google eingehen, aber ich habe prinzipiell große Erwartungen an ein Netzwerk aus Mountain View. Alex fragte mich gestern, worin diese genau liegen und wie es nun weitergehen könnte:

Was genau uns in der ersten Zeit bei Google+ erwarten wird, gibt es hier kompakt zusammengefasst. Noch kompakter in diesem Promo-Trailer:

Leider habe ich noch keine Einladung, so dass ich noch nicht so sehr ins Detail gehen konnte… (ZAUNPFAHL)

Pic: Google

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Die Google Social Search jetzt auch in Deutschland

Tools & Technik, Webon Juni 15th, 2011No Comments

Google hat die Social Search für Deutschland freigeschaltet. Ab sofort bekommen wir also auch hierzulande die Suchergebnisse nach den Vorlieben der persönlichen Kontakte neu sortiert. Wie das genau funktioniert, seht ihr hier:

Diese Neuerung ist sehr viel entscheidender als die vorangegangenen: Zum ersten Mal macht Google nun seine Reihenfolge der Resultate von sozialen Faktoren abhängig. Wenn ich, als eingeloggter Google-Nutzer nun z.B. nach “Hamburg” suche, bekomme bereits auf der ersten Seite zwei Ergebnisse gezeigt, die zwei meiner Twitter-Kontakte geteilt haben.

Ich weiß nicht, auf welcher Seite diese beiden Ergebnisse sonst angezeigt würden, aber mit Sicherheit nicht auf der ersten. (Nichts für ungut! ;) ) Das ist eine tiefgreifende Änderung: Auch wenn Bing jetzt anzeigt, welche Facebook-Freunde einzelne Suchergebnisse liken, so ändert das nichts an deren Reihenfolge. Dass Google dem eingeloggten User Ergebnisse vorzieht, die seinem Profil und seiner Suchgeschichte entsprechen, ist ebenfalls nicht ganz neu. Aber dass Ergebnisse bevorzugt werden, die Kontakte aus anderen sozialen Netzwerken empfehlen – das ist beachtenswert und ein weiterer guter Schritt des Unternehmens in Sachen Social den eigenen Claim abzustecken. Darüber hinaus bekommen Dialoge in sozialen Netzwerken dadurch ein immer größeres Gewicht.

Pic: photogramma1 (CC BY 2.0)

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Google kauft PostRank – und damit den Einstieg in Social Media Analytics

Tools & Technik, Webon Juni 7th, 20111 Comment

Google war wieder mal einkaufen. Neuste Anschaffung: PostRank – ein professioneller Social-Web-Analyse Dienst, oder wie sie es ausdrücken: “The largest aggregator of social engagement data in the industry.” So lässt sich untersuchen, wie Nutzer Inhalte im Web 2.0 verteilen. Das ist zum Einen wichtig, um eigene Informationen den richtigen Leuten an den richten Stellen zu präsentieren, zum Anderen aber auch um z.B. herauszufinden, wer überhaupt als Multiplikator in Frage kommt. Darüber hinaus bietet PostRank weitere Dienste an, die mit der Erhebung dieser Daten Hand in Hand gehen.

Google hat sich vorgenommen, dieses Jahr in Sachen ‘Social’ ordentlich Gas zu geben. Sogar ein Teil der jährlichen Bonusauszahlungen hängen mit dem Erreichen dieses Ziels zusammen. Ende März präsentierte Google den +1 Button, eine Like-Button-ähnliche Erweiterung für die Kennzeichnung guten Contents auf den SERPs. Und nun baut Google die Zusammenarbeit mit einem der wichtigsten Web2.0-Analysten aus. Eine Google Analytics Schnittstelle bestand zwar schon länger, aber nun können wir darauf hoffen, PostRank-Features fest in Analytics integriert zu finden. Zumindest aber werden die Kanadier einiges an Know-How mit nach Kalifornien bringen:

We know that making sense of social engagement data is important for online businesses, which is why we have worked hard to monitor where and when content generates meaningful interactions across the web. Indeed, conversations online are an important signal for advertisers, publishers, developers and consumers—but today’s tools only skim the surface of what we think is possible.

Wenn Google social werden will, liegt es nahe, dass sie sich auf das konzentrieren, was sie können: Suchen und analysieren. Google Analytics wird höchstwahrscheinlich bald sehr relevant für Social Media Monitoring werden. Zumindest was Tools zur Datenerhebung- und Analyse (nicht Auswertung) angeht, könnte der Markt mittelfristig etwas übersichtlicher sein:

@Jens_Rittgerodt

Dem wäre nichts hinzuzufügen.

Pic: Seattle Municipal Archives (CC BY 2.0)

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“Google +Like” zeigt Facebook-Likes in den Google Suchergebnissen

Tools & Technik, Webon Mai 25th, 20111 Comment

Gestern habe ich bei reallycoolous ein nettes kleines PlugIn gefunden, von dem man zumindest wissen sollte: “Google +Like” ist ein Browser-PlungIn/AddOn für Chrome, Firefox und den Internet Explorer. Es zeigt auf den Seiten mit den Google-Suchergebnissen zusätzlich die Facebook-Likes an, die ein Inhalt bereits gesammelt hat, inklusive der Freunde, die diesen Inhalt liken:

Im Video wird das Ganze als Alternative zum angekündigten Google +1 präsentiert. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe, aber dass Facebook-Likes auf den SERPs angezeigt werden, das halte ich für sehr wichtig. Bing hat gerade die Integration von umfassenderen Facebook-Inhalten aktiviert, wenn auch hier in Deutschland noch nicht wirklich praktikabel. Und seien wir ehrlich: Wer von uns nutzt Bing im Alltag?

Die Installation ist kinderleicht und zumindest einen Versuch wert! Allerdings gibt Ludwig einen wichtigen Hinweis: Die Facebook-Sprache sollte/muss leider auf Englisch gestellt sein, das deutsche “Gefällt mir” ist zu lang und schiebt die Anzahl der Likes unter das Lupensymbol für die Seitenvorschau:

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