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Stellenanzeigen bei Twitter & Co. – Die bessere Alternative zu Online-Jobbörsen?

HR & Recruiting, Tools & Technikon Juni 9th, 2011No Comments

Seit zwei Jahren haben wir unseren jobspreader, das Multiposting-Tool für Stellenanzeigen im Echtzeitweb nun im Einsatz. Zeit eine Bilanz zu ziehen: Cost-Per-Click Preise zwischen 0,25€ und 2,25€ (natürlich in Abhängigkeit von der gesuchten Fachkraft) machen das Stellenposten auf Twitter, Facebook, Google Buzz und anderen Real-Time Diensten zu einer echten Alternative zu herkömmlichen Online-Jobbörsen.

Der zunehmende Erfolg dieser Plattformen als Kanal für Stellenanzeigen ist nicht weiter überraschend. Alleine Twitter verzeichnet schon über eine Milliarde Suchanfragen über die eigene Search-Engine pro Tag! Und das ist nur ein Teil des gesamten Kosmos aus unterschiedlichen Diensten, die heute das bilden, was als Echtzeitnetz bezeichnet wird. Dieser Meinung ist auch Jasmin Triebkorn von der Duerenhoff GmbH, eine auf SAP-Spezialisten ausgerichtete Personalberatung:

“Wir glauben, dass die klassische Online-Stellenbörse immer mehr Konkurrenz aus dem Bereich Social Media bekommt und wir möchten als moderne Personalberatung diesen Bereich für unser Unternehmen weiter ausbauen.”

Das Argument, Jobbörsen seien, im Gegensatz zu Twitter und Co. Interessenplattformen mit einer dementsprechend affinen Zielgruppe, zieht nicht mehr. Das inzwischen marktübliche Kostenmodell CPC argumentiert mit den tatsächlich getätigten Zugriffen, nicht einfach mit “Millionen von potentiell erreichbaren Kontakten” oder TKP.

Ein Nutzer, der auf eine Stellenanzeige in seinem Netzwerk klickt, ist mindestens ebenso interessiert, wie jener, der auf einer Stellenbörse stöbert – wenn nicht mehr: Er weiß, dass er über die Echtzeitsuche die aktuellsten Stellenangebote von zeitgemäßen Unternehmen bekommt. Bewerber, die diesen Weg gehen, sind in der Regel auch ernsthafte Interessenten.

Hier setzt unser Tool jobspreader an: Es liest die aktuellen Stellenangebote von den Karriere-Websites unserer Kunden aus und verbreitet sie vollautomatisch auf unterschiedlichen Real-Time-Plattformen. Und damit die Einträge auch stets präsent bleiben, werden die Meldungen in regelmäßigen Abständen repostet. So bleibt nicht nur der Bestand innerhalb der Netzwerke, sondern auch die Sichtbarkeit für Suchmaschinen gewährleistet, auch wenn die Jobangebote schon etwas “älter” sind und in den Echtzeit-Suchergebnissen bereits von aktuelleren verdrängt worden wären. Wollte man diese Arbeit manuell erledigen, wäre sie mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.

Unternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung nutzen inzwischen die Möglichkeit, einer automatisierten Einspeisung. So versprach sich die Duerenhoff GmbH eine Verbesserung ihrer Online-Präsenz “und damit verbunden eine Steigerung der Bewerberzahlen für unsere ausgeschriebenen SAP-Stellen.”, so Jasmin Triebkorn. “Zudem wollen wir Bewerbern die Möglichkeit bieten, noch aktueller und schneller über unsere SAP Jobs informiert zu werden.” Triebkorn weiter: “Zudem nutzen wir den jobspreader, um unsere Stellenangebote zeitgleich auf mehreren Seiten zu veröffentlichen. Durch die Vernetzung verschiedenster Social Media Plattformen sind wir praktisch “minutenaktuell” in der Lage unsere Stellenangebote auszuschreiben.”

Auch BASF hat den jobspreader im Einsatz und verspricht sich eine erhöhte Aufmerksamkeit: “Unser Ziel war und ist es, auf BASF als Arbeitgeber neugierig zu machen und dabei die Vielfalt, die BASF an Einstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet, zu präsentieren.”, erklärt Ute Richter von BASF.

Das Franchise-Netzwerk Mail Boxes Etc hat ähnliche Erwartungen an das Auftreten in Echtzeit-Netzerken: ” Ziel mit Social Media ist es, einerseits MBE allgemein bekannter zu machen und andererseits die Zahl der Franchiseinteressenten und potentielle Kunden zu erhöhen.”, so Claudia Griessel von MBE.

Uns interessiert natürlich besonders: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen gemacht? Wieviel zahlt Ihr dort für einen echten Klick, der den Suchenden auch noch direkt auf Eure Karriereseite führt?

Pic: Mike Warren (CC BY 2.0) mit Logos von Twitter, Facebook und Monster

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Stellensuche im Internet – 7 Schritte zum Erfolg

HR & Recruitingon Februar 25th, 20099 Comments

In den letzten Tagen und Wochen erreichen uns vermehrt Anfragen von etwas verunsicherten Menschen, die sich zum ersten Mal seit längerer Zeit mit der Frage der Stellensuche bzw. des Arbeitgeberwechsels beschäftigen. Die Bandbreite der gestellten Frage reicht von “Wie kommt man in die Datenbank eines Personalberaters” bis hin zu “Können Sie mir sagen, wie und wo ich am besten nach neuen Stellen suchen kann?”. Wir geben uns Mühe, allen zu helfen. Dabei stellen wir immer wieder fest, dass es im Rahmen kurzer Telefonate oder E-Mails unmöglich ist, die Vielfalt der Möglichkeiten im Internet, nachhaltig zu vermitteln. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine umfassende Anleitung zur Stellensuche im Internet zu veröffentlichen.

Anleitung Stellensuche

1. Was für eine Stelle suche ich eigentlich?

Vorbereitung ist die halbe Miete. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um diese Frage, möglichst schriftlich (stichpunktartig), zu beantworten. Machen Sie sich genauestens Gedanken über alternative Stellen- und Berufsbezeichnungen, mögliche Branchen, Bereiche und Arbeitsorte. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Sie passende Stellenangebote verfehlen, nur weil Sie bei Ihrer Stellensuche und der potentielle Arbeitgeber bei der Stellenausschreibung jeweils unterschiedliche Begriffe verwenden, aber dasselbe meinen. Je nach Ausbildung, Beruf und Ambitionen sollten Sie am Ende eine mehr oder minder lange Liste mit Stichpunkten haben, die Sie nun bei alle weiteren Schritten begleiten wird.

Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel:

Stellen- bzw. Berufsbezeichnung:
Bauingenieur
Dipl.-Ing. Bau
Diplom-Ingenieur Bau

Bereich:
Tiefbau
Strassenbau
Tief- und Strassenbau

Ort:
Hamburg
Kaltenkirchen
Quickborn

Im Klartext bedeutet eine nachlässige Vorbereitung, dass Sie von vielen für Sie interessanten Stellen gar nicht erfahren, und von Anfang an keine Chance haben diese Stellen zu bekommen!

2. Welche Methoden der Online – Stellensuche gibt es ?

Ähnlich wie bei der Personalsuche unterscheiden wir bei der Stellensuche die aktive Online -Stellensuche und die passive Online -Stellensuche. Aktive Stellensuche bedeutet, dass Sie selbst aktiv nach Stellenangeboten oder interessanten Unternehmen suchen. Unter der passiven Stellensuche verstehen wir alle Maßnahmen, die dazu führen, dass Ihre Daten bzw. Ihr Profil, von potentiellen Arbeitgebern oder Personalberatern gefunden werden kann. Wer mit seiner Stellensuche erfolgreich sein will, sollte grundsätzlich beide Wege für sich nutzen.

3. Passive Stellensuche

Es empfiehlt sich mit der passiven Stellensuche zu beginnen, da diese Maßnahmen, einmal umgesetzt, während Ihrer aktiven Stellensuche ununterbrochen und “eigenständig” für Sie arbeiten.

Wir können nicht oft genug wiederholen, dass man bei der Entscheidung, wie und wo man seine Daten im Internet unterbringt, die anderen Seite – die Personalsuchenden – vor Augen haben sollte. Wie mache ich es dem Arbeitgeber möglichst einfach, mich zu finden? Auf jeden Fall nicht dadurch, dass Sie Ihren Lebenslauf im ersten Schritt in einigen von über  1000 Jobbörsen in Deutschland “verstecken” und hoffen, dass Ihr Traumarbeitgeber gerade da nach Ihnen sucht und womöglich auch noch Geld für den Zugang zu der Profildatenbank bezahlt.

Aus unserer Sicht macht es Sinn, mit den Maßnahmen zu beginnen, die am schnellsten zu einer Erfassung Ihres Profils durch Suchmaschinen, wie Google, Yahoo oder MSN führen. Denn wo glauben Sie fangen die auf Effizienz bedachten Personaler und Personalberater Ihre Suche an? Genau da, wo die meisten von Ihnen die Stellensuche beginnen…(sollten).

Schritt 1: Lebenslauf / Profil ins WWW Stellen

Erstellen Sie Ihre eigene kleine Internetseite und veröffentlichen Sie dort Ihr Profil als Text und mit .DOC oder .PDF-Anhang. Dank bedienerfreundlicher Baukastensysteme geht das heute wesentlich einfacher und schneller als Sie wahrscheinlich denken. Grundsätzlich stehen Ihnen zu diesem Zweck drei einfache Möglichkeiten zur Verfügung:

1.) Websites für Online-Bewerbungen

Die einfachste Möglichkeit Ihr Profil ins Netz zu stellen, bieten spezielle (meist kostenlose) Angebote, mit deren Hilfe man sehr schnell und unkompliziert eine vollständige Online-Bewerbungsmappe erstellen und veröffentlichen kann. Unter “veröffentlichen” verstehen wir die Auffindbarkeit Ihrer Online-Bewerbungsmappe durch Websuchmaschinen wie z.B. Google. Achten Sie bei der Wahl des Angebots daher unbedingt darauf, ob es möglich ist, Ihr Profil für Suchmaschinen zugänglich zu machen. Meistens bekommt man das mit einem kurzen Test heraus. Geben Sie im Google-Suchfeld einfach site:ihranbieter.de ein, und klicken Sie sich anschließend durch die Ergebnisse. Befinden sich darunter die Profile anderer Personen, können Sie davon ausgehen, dass auch Ihr Profil später so gefunden werden kann. Im Zweifel schreiben Sie einfach die Betreiber an und fragen Sie nach.

Ein aus unserer Sicht empfehlenswertes Angebot, momentan allerdings noch englischsprachig, ist VisualCV.com. Emurse.com ist eine weitere Alternative. Im deutschsprachigen Internet gibt es zwar bereits einige ähnliche Angebote, leider werden die dort erstellten Profile unseres Wissens nach bisher nicht für Suchmaschinen zugänglich gemacht. Sollten Sie erfreulicherweise gegenteilige Informationen haben, teilen Sie die bitte mit uns.

2.) Website-Baukasten

Die zweite Möglichkeit zur Veröffentlichung Ihres beruflichen Profils sind bedienerfreundliche Baukastensysteme zur Erstellung von Internetseiten. Die gibt es inzwischen von verschiedenen Anbietern, die Ihnen häufig auch gleich den nötigen Speicherplatz kostenlos zur Verfügung stellen. Google bietet z.B. ein sehr einfaches Baukastensystem, mit dem auch absolute Neulinge schnell zurechtkommen werden. Verglichen mit der ersten Möglichkeit ist diese Variante eher erfahreneren Internet Nutzern zu empfehlen. Wenn Sie MS-Word durchführen können, und den nötigen Willen besitzen sollte es Ihnen unter Beachtung der FAQs gelingen, Ihren Lebenslauf mittels eines solchen Website-Baukastens ins Netz zu stellen.

3.) Blogs

Eine weitere sehr praktische Variante ist die Nutzung einer kostenlosen Blogplattform (z.B. WordPress.com) zur Erstellung eines eigenen Blogs und anschließenden Veröffentlichung Ihres Profils. Auch hier ist es ratsam, das Profil als Text einzugeben und mit einem Anhang im gängigen Format zu versehen. Die ganze Operation nimmt sehr wenig Zeit in Anspruch. Eine klare und einfache Anleitung zur Veröffentlichung Ihres Profils im Rahmen eines Blogs haben wir hier für Sie geschrieben.

Haben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen online veröffentlicht, können Sie diese in der anschließenden aktiven Suchphase immer wieder benutzen und sind gleichzeitig für andere auffindbar.

Abschließend noch ein Hinweis für alle die es ganz gründlich machen wollen. Vergessen Sie den Microbloggingdienst Twitter nicht. Twitter.com ist inzwischen eine sehr populäre Website, die auch von Suchmaschinen sehr “gemocht” wird. (Ausführlichere Hintergründe zum Thema in unserem Artikel zu Twitter.). Nachdem Ihr Profil Online ist, kann nicht schaden, wenn Sie sich einen Twitter Account anlegen und dort unter Angabe von ein paar wichtigen Stichworten einen Link auf Ihr frisch veröffentlichtes Online-Profil zu posten: “ Suche Job / Stelle / … als Bauingenieur / Dipl.- Ing. Bau … in Hamburg. Bewerbung / Lebenslauf / Profil unter http://xyz.de/meinprofil“.

Schritt 2: Profile in sozialen Netzwerken

Soziale Online-Netzwerke sind seit einigen Jahren fester Bestandteil des Geschäftslebens. Es ist eine Frage der Zeit, bis Sie die klassischen (Riesen-)Stellenbörsen ablösen.

Für Ihre Zwecke eignen sich am besten die professionellen Netzwerke, wie Xing oder seit neuestem auch LinkedIn. Die verschiedenen Netzwerke sind strukturell i.d.R. ähnlich aufgebaut und unterscheiden sich lediglich hinsichtlich iher Zielgruppen und zusätzlicher Optionen, wie z.B das Einbinden von PDFs, Präsentationen u.ä. in Ihr Profil.

Die Kernfunktion und -aufgabe ist jedoch in jedem Fall das Anlegen eines ausführlichen Profils. Auch hier gilt es, es den Arbeitgebern einfach zu machen Sie zu finden und schnell einzuschätzen. Wie in einem guten Lebenslauf, sollte in Ihrem Profil etwas mehr stehen, als nur Firmennamen und Zeiträume. Wesentlich sind Angaben zu Ihren Tätigkeit, in denen Sie unbedingt berufsbezogene bzw. -spezifische Stichpunkte unterbringen sollten, damit Sie einfacher zu finden sind. Es ist empfehlenswert in Ihrem sozialen Netzwerk-Profil einen Verweis auf Ihre Online-Bewerbung unterzubringen und das Netzwerk-Profil für Websuchmaschinen zu öffnen.

Ansonsten finden Sie in sozialen Online-Netzwerken vermehrt Diskussionsgruppen, die professionelle Schwerpunkte haben. Es kann durchaus Sinn machen, sich nach geeigneten Gruppen umzuschauen, um sich dort vorzustellen und einen Verweis auf das eigene Profil und/oder Online-Bewerbung zu hinterlassen. Unter Umständen liest dort jemand mit, der gerade einen Mitarbeiter mit Ihrem Profil sucht.

Einige Online-Netzwerke betreiben ferner auch eine netzwerkinterne Stellenbörse, auf der Sie sich nach passenden Angeboten umsehen können.

Schritt 3: Profile in Stellenbörsen und Portalen

Wenn Sie die ersten zwei Schritte umgesetzt haben, haben Sie jetzt bereits eine gute Grundlage geschaffen, die ohne Ihr weiteres Zutun 24 Stunden am Tag für Sie arbeitet. Im nächsten Schritt sollten Sie sich nun dem “dunklen Wald” der Stellenbörsen widmen. Bei über 1000 Stellenbörsen fällt es schwer, einen allgemeingültigen Rat zu geben. Insofern Sie nichts dem Zufall überlassen wollen, sollten Sie sich im Rahmen Ihrer Stellensuche aber in jedem Fall mit mehreren Stellenbörsen auseinander setzen.

Versuchen Sie im ersten Schritt, die für Sie relevanten Nischenangebote zu finden. Es gibt inzwischen für fast jede Branche spezialisierte Stellenbörsen (oft mit angeschlossenen Profildatenbanken), von denen man als Stellensuchender normalerweise nichts weiss. Nischenbörsen sind gut, weil Sie den Personalsuchenden meistens bekannt sind, weil der Zugang zu den Profildatenbanken für die Personalsuchenden preiswert sind, und weil Sie in einer kleineren spezialisierten Datenbank höhere Chancen haben gefunden zu werden, als in den Millionendatenbanken der branchenübergreifenden Marktführer. Gehen Sie also erst dann zu den Großen, wenn Sie alle passenden Nischenbörsen und die für Arbeitgeber möglichst kostengünstigen Angebote abgearbeitet haben.

Stellen Sie sich stets die Frage:”Wo sucht der Ihnen unbekannte mittelständische, inhabergeführte Marktführer aus dem Bereich Maschinenbau zuerst nach mir. In einer aus der Werbung bekannten Jobbörse, wo man monatlich 500-1000 € für den Zugang zu den Bewerberprofilen zahlen muss? Oder vielleicht doch eher in einem kleinen Nischenportal mit einem kostenlosen Forum, das ihm von Bekannten aus der Branche empfohlen wurde.”

Und genau da, muß Ihr Profil in der Datenbank und in der Liste mit Stellengesuchen als aller erstes zu finden sein, natürlich mit einem deutlichen Verweis auf Ihre Online-Bewerbung.

Die vollständigste Liste deutschsprachiger Online-Stellenbörsen, und damit den Ausgangspunkt Ihrer Suche, finden Sie hier.

passive Online-Stellensuche

passive Online-Stellensuche

4. Aktive Stellensuche

Wenn Sie die bisher erläuterten Tipps befolgt haben, arbeiten Ihre Daten bereits fleißig für Sie und verbreiten sich wie von alleine im WWW. Sie haben nun Zeit und Ruhe, sich auf die gezielte aktive Suche nach passenden Stellenausschreibungen zu konzentrieren.

Im Rahmen der aktiven Stellensuche gibt es drei Schritte:

1. Suchen Sie nach passende Stellenangeboten

2. Suchen Sie nach Firmen, die an Ihnen interessiert sein könnten

3. Erkundigen Sie sich bei Personalberatern /-Vermittlern und bewerben Sie sich initiativ

Schritt 4: Aktive Suche nach passenden Stellenangeboten

Hierbei fängt man am Besten mit dem Medium an, das die meisten Stellenangebote erfasst. So erhält man logischerweise am schnellsten einen Eindruck der Marktlage. Nehmen Sie Ihre Stichpunktliste bilden Sie verschiedene Kombinationen aus 2 bis 4 Stichpunkten (“Stellenangebot Bauingenieur Hamburg” usw.) und schauen Sie was eine Suchmaschinen wie Google oder Yahoo jeweils “ausspuckt”. Eine Suchmaschine erfasst selbstverständlich wesentlich mehr Angebote als einzelne Stellenbörsen.

Das Problem bei den Suchmaschinen ist, dass sich unter die tatsächlichen Stellenangebote haufenweise irrelevante Seiten mischen. Alle Ergebnisse durchzuschauen wäre mit einem zu hohen Zeitaufwand verbunden. Zum Glück können Sie sich die Sache jedoch deutlich vereinfachen indem Sie mit gut durchdachten Suchketten und Booleschen Operatoren Ihre Suchanfragen verbessern. So erzielen Sie zwar weniger, dafür aber viel präzisere Ergebnisse.

(Der Aufbau von Suchketten und die Funktionsweise Boolescher Operatoren sind zu umfangreich, um hier allgemein erläutert zu werden. Auf Anfrage über die Kommentarfunktion unter diesem Artikel machen wir Ihnen aber gerne konkrete Vorschläge für Ihre persönliche Stellensuche!)

Im Anschluss an die Stellensuche mit allgemeinen Websuchmaschinen empfehlen wir die Suche mit Jobsuchmaschinen. Diese bündeln Stellenangebote aus mehreren Quellen, darunter Firmenwebseiten, Portale, Personalberaterseiten und andere Jobbörsen. Hier ein paar Beispiele: Jobs.de, Opportuno.de, Kimeta.de, Stellenanzeigen.net, Jobmonitor.com, Joboter.de, Careerjet.de, Trovit.de.

Spannend sind auch neue Trends, wie Jobsuchmaschinen, die Microbloggingdienste, wie z.B. Twitter, nach offenen Stellen durchsuchen. Unsere eigene Entwicklung JobTweet und die auf den englischsprachigen Raum spezialisierte TwitterJobSearch sind im Moment die bekanntesten Vertreter. (Kennen Sie weitere gute Jobsuchmaschinen? Gerne erweitern wir diese Aufzählung).

Im nächsten Schritt gehen Sie dann die Nischenjobbörsen, -Foren und -Portale durch. Zu guter Letzt durchsuchen Sie schließlich die branchenübergreifende Stellenbörsen, die Ihnen sympathisch erscheinen.

Viele Online-Stellenbörsen bieten inzwischen eine automatische Benachrichtigung per RSS-Feed an, die häufig als Suchagent bezeichnet wird. Richten Sie also wenn möglich solche Suchagenten für Ihre Suchen ein, um automatisch über neue Stellenanzeigen im Web informiert zu werden. Hier haben wir eine Schritt-für-Schritt Anleitung für den RSS-Reader “Bloglines” veröffentlicht. Andere RSS-Reader funktionieren meist sehr ähnlich.

aktive Online-Stellensuche

aktive Online-Stellensuche

Schritt 5: Suche nach interessanten Firmen

Hier sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Nutzen Sie unterschiedliche Quellen und bedenken Sie, dass es gerade im regionalen Mittelstand immer noch viele interessante Firmen gibt, die keine eigene Internetseite besitzen. Dennoch finden Sie auch diese Unternehmen im Internet. Man muß nur etwas tiefer graben, um an möglichst viele Schmuckstücke zu kommen. Neben Branchenbüchern, den Webseiten von Verbänden, Teilnehmerlisten von Fachmessen und Kongressen sollten Sie versuchen auch auf Datenbestände zuzugreifen, die eigentlich für Unternehmen gedacht sind.

Wie wäre es z.B. mit IHK – Datenbanken. Die Handelskamer Hamburg unterhält beispielsweise eine Datenbank mit 140.000 Unternehmen aus der Metropolregion, die ordentlich nach Branchen sortiert sind. Als Nicht-Mitglied der Kammer bekommen Sie pro Suchdurchgang zwar höchstens 25 Ergebnisse angezeigt. Über Einschränkungen wie Brache oder PLZ können Sie aber mit etwas Geschick immer neue 25 Ergebnisse auf den Schirm holen. Suchen Sie also auf der Website Ihrer lokalen Handels- oder Handwerkskammer nach einer Unternehmensdatenbank oder rufen Sie dort an und fragen Sie nach wo sich auf der Website das Mitgliederverzeichnis befindet.

Gehen Sie auch auf die vom Justizministerium betriebene Website www.ebundesanzeiger.de und geben Sie in das Suchfeld Ihre Branche und Ihren bevorzugten Arbeitsort ein, z.B. “Maschinenbau Hamburg”. Hier finden Sie übrigens nicht nur eine Vielzahl an Firmen, die Sie ganz bestimmt noch nicht kannten, sondern auch gleich einige interessante Zahlen und Firmeninfos.

Haben Sie ausreichend viele Firmen gefunden und analysiert, rufen Sie dort an und fragen Sie, ob aktuell oder zukünftig Personal gesucht wird, bevor Sie sich dort bewerben.

Schritt 6: Wenden Sie sich an Personalberater / -Vermittler

Ein Personalberater oder -Vermittler kann unter Umständen ein Multiplikator sein. Am wahrscheinlichsten ist es, wenn Sie einen oder mehrere finden, die wirklich auf Ihren Bereich spezialisiert sind. Nehmen Sie sich Zeit nach solchen zu suchen und lesen Sie genau, was auf den Internetseiten steht, bevor Sie irgendwas irgendwie an “Sehr geehrte Damen und Herren” blind verschicken.

Listen mit Personalberatern finden Sie z.B. hier:

http://www.consultingstar.com/search-dir.html
http://www.bdu.de/Beraterdatenbank.html

Personalvermittler finden Sie unter:

http://www.bpv-info.de

Sicherlich haben alle Kollegen ihre eigenen Vorlieben, aber wir sind der Meinung, dass es sich grundsätzlich empfiehlt, passende Personalberater zunächst telefonisch zu kontaktieren. Rufen Sie kurz an und fragen Sie, ob die Zusendung Ihrer Unterlagen überhaupt Sinn macht. So erfahren Sie, in welcher Form die Unterlagen erwünscht sind und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Unterlagen nicht im Nirvana verschwinden.

Scheuen Sie sich bitte nicht anzurufen. Ein vernünftiger Personalberater wird Ihnen gerne und freundlich Auskunft erteilen, ohne dass Sie befürchten müssen, sich irgendetwas zu “versauen”. Es tauchen im Netz immer wieder branchenfremde Quellen auf, die den Beruf des Headhunters bzw. Personalberaters mystifizieren und das Gefühl erwecken, man müsste fast in Ohnmacht fallen, wenn man mit einem Personalberater spricht oder wenn man von einem angerufen wird. Trotz zahlreicher anderslautender Berichte gibt es für den Umgang mit Personalberatern/ Headhuntern keine geheimen Zauberregeln. Personalberater/ Headhunter sind ganz nomale Menschen. Die einzigen Zauberregeln, die man beherrschen muß, sind Freundlichkeit, Höflichkeit und Aufrichtigkeit!

Vorausgesetzt Sie passen vom Profil und Ihrer Qualifikation her zur Spezialisierung einer Personalberatung, brauchen Sie lediglich einen aktuellen und ausführlichen (Online)Lebenslauf mit vollständigen, gut sichtbaren Kontaktdaten und möglichst auch in Formaten .DOC und .PDF. um zu gern gesehenen Bewerbern zu gehören. Nutzen Sie bitte die Onlinebewerbungsformulare, wenn Sie darum gebeten werden. Machen Sie es der anderen Seite einfach.

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn man Ihre Unterlagen ablehnt. Rufen Sie den nächsten Personalberater an.

Schritt 7: Bleiben Sie ständig am Ball

1. Passive Suche -> aktive Suche -> abwarten -> analysieren -> anpassen -> alles von vorne.
2. Während des Abwartens im Netz aktiv werden, an relevanten Gruppen, Foren, Blogs beteiligen.
3. Eher anrufen, als nicht anrufen. Gibt es eine Kontaktperson in der Stellenanzeige? Anrufen!
4. AGG-bedingte schriftliche Standard-Absagen nicht einfach hinnehmen. Anrufen, Gründe erfragen.
5. Personalberater anrufen.
6. Lebenslauf! und Anschreiben! an jedes Stellenangebot individuell anpassen. Standardanschreiben erwecken den Eindruck Sie seien unkreativ oder faul!
7. Hier im Blog Fragen stellen, damit Sie und andere von den Antworten profitieren können.

*Datenschutz beachten: Das Ziel dieses Artikels ist nicht aufzuzeigen, wie man seine Daten am besten versteckt, sondern gerade wie man sie richtig zugänglich macht. Denken Sie daran, dass auch sehr ausführliche und leicht auffindbare Daten ausreichend anonymisiert werden können, wenn Ihnen daran gelegen ist. Bsp: Nutzen Sie anonyme E-Mal Adressen. Statt Firmennamen, schreiben Sie in Ihrem Lebenslauf z.B. “Mittelständisches Unternehmen im Bereich Schiffsbau”. Bei Ortsangaben nennen Sie einfach den nächstgrößeren Ort. Da wird aus “Castrop-Rauxel” halt “Raum Dortmund”. Wichtig ist nur, dass man Sie findet, das klar nachvollziehbar ist, was Sie gemacht haben, was Sie machen wollen und wie man Sie kontaktieren kann.

Viel Erfolg!


“In Search of – bliss” – Vorschaubild von oddsock

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