
Das Seo-United Blog hat heute eine kleine Umfrage gestartet, um zu untersuchen, wie sich der Traffic von Webseiten heute auf klassische Quellen, wie Suchmaschinen, und soziale Netzwerke, konkret Facebook und Twitter, verteilt. Die Frage lautet also, ob die neuen Medien inzwischen eine gewisse Relevanz erreichen konnten.
Ich finde solche Untersuchungen grundsätzlich interessant und nützlich und bitte alle Webseitebetreiber, die 3 Fragen schnell zu beantworten. Auch wenn es sich beim Ergebnis um eine sehr vereinfachte Momentaufnahme handeln wird, ist es ein Anfang. Denn wir brauchen einfach mehr statistisches Material aus Deutschalnd (und nicht ausschließlich aus den USA).
Ich habe die Umfrage auch gleich zum Anlaß genommen, in unsere eigenen Analytics zu schauen und zeige hier auf, wie sich ausgewählte Zugriffsquellen von wollmilchsau.de im letzten Monat, vor einem Jahr und im Jahresdurchschnitt prozentual zusammengsetzt haben. Selbstverständlich sind es keine repräsentativen Zahlen, und ein Blog ist nicht unbedingt mit einer normalen Unternehmensseite vergleichbar. Evtl. lassen sich aber doch Tendenzen erkennen. Schauen wir also rein:

09.04.2010 – 09.05.2010
09.04.2011 – 09.05.2011

09.05.2010 – 09.05.2011

Nun, Facebook ist zweifellos zu einem sehr wichtigen Trafficgenerator geworden. Man könnte sogar tatsächlich von einer langsamen Verschiebung von Suchmaschinen zu Social Media sprechen, wenn man sich die Zahlen von Google anschaut. Eindeutig ist das Ganze aber nicht. Der für mich überraschend hohe Wert von Bing im letzten Monat (4,76%) gibt mir persönlich zu denken, den er liegt deutlich über dem von Twitter. Interessant ist hierbei die Tatsache, dass wir aktuell nichts in die Suchmaschinenoptimierung investieren (außer Content natürlich). Bei Twitter sieht es anders aus, denn dort fließt die eine oder andere Arbeitsstunde rein, wodurch auch der Traffic entsprechend teuerer wird. Auch die Entwicklung unseres Facebook Traffics war nicht “for free”.
Tja, ist unser Social Media Traffic jetzt qualitativ besser oder schlechter als der von Google?! Keine Ahnung. Das ist die nächste Frage, die wir unbedingt beantworten müssen. Ich habe hier und da bereits ein paar Ansätze gefunden, die ich aber erst noch ausprobieren muss, bevor darüber geschrieben werden kann.
Bis dahin freue ich mich auf die Ergebnisse der Seo-United Umfrage und auf den einen oder anderen Kommentar zum Thema hier bei uns.
Pic: New York Traffic by Daniel Morris
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Praxis•
on Januar 14th, 2011•

Der deutsche Surfer stellt monatlich etwas über einhundert Suchanfragen an Google. Dann gehöre ich mit durchschnittlich über 700 Google-Suchen im Monat zu einer Minderheit – zugegeben. Aber dennoch kennt der ein oder andere vielleicht das unangenehme Gefühl, anderen beim Googeln zuzusehen. Da fällt es einem schwer, den anderen nicht vom Bildschirm wegzuschieben und es wird versucht, mit klugen Ratschlägen über die Schulter die Ergebnisse zu optimieren. “Nein, nicht hier die Anführungszeichen! Schränk´ doch erst mal den Zeitraum ein. Nein, doch nicht so…”. Und dann wird man auch noch als Klugscheißer bezeichnet… ;)
So sind manche der 20+ Search Behaviour Surprises nicht wirklich überraschend. Zum Beispiel:
- 37% kennen nicht den Unterschied zwischen natürlichen und bezahlen Suchresultaten.
Ich kann mir das nur so erklären, dass die grundlegende Funktionsweise einer Suchmaschine für den Normal-Verbraucher nicht wirklich nachzuvollziehen ist. Google wird, so stelle ich das auch oft in Gesprächen fest, weniger als Web-Service angesehen und vielmehr als eine – in welcher Form auch immer – redaktionell betreute Linkliste. Dass dieses Phänomen natürlich auch mit der täglichen Nutzungsroutine zusammenhängt zeigt sich, wenn man das Ergebnis nach Altersgruppen aufsplittet.
- 80% der 18-29jährigen,
- 59% der 30-39jährigen,
- 63% der 40-49jährigen,
- 58% der 50-59jährigen,
- und 52% der über 60jährigen
gaben an, den Unterschied zwischen “echten” und gekauften Suchergebnissen zu kennen. Dass diese Unkenntnis die Menschen oft in eher fragwürdige Bereiche des Netzes führt, ist wiederum der Grund, warum sich viele mit diesem Medium nicht intensiver auseinander setzen wollen. Schade.
Die Studie bietet aber auch weitere interessante Einsichten in das Suchverhalten. Beispielsweise:
- 53 % der Befragten bevorzugen die Suchergebnisse mit einem Bild und 26% jene mit einem Video.
- 48% klicken Suchergebnisse mit einem Markennamen, sofern dieser öfter auf der Resultat-Seite auftaucht.
- Anfänger nutzen lieber Yahoo!, als geübte Online-Stöberer – diese bevorzugen Google.
Die komplette Studie lässt sich hier bei Performics bestellen.
Pic: Wikimedia
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HR & Recruiting•
on Januar 7th, 2011•

Zum Jahreswechsel bringt die Wollmilchsau viele Rückblicke auf das vergangene Jahr, einige Ausblicke auf 2011 und ausgewählte Weisheiten aus dem fernen Osten.
Tobi fragt: “Wird Suchmaschinen-Optimierung (SEO) durch Social-Media-Optimierung (SMO), im Sinne einer verbesserten Verbreitung von Inhalten in sozialen Netzwerken, abgelöst werden?”
Alex sagt: “Mindestens eines der SEO Blogs hat sich vor einigen Monaten mit dem Thema beschäftigt und eine Diskussion ausgelöst. Falls ich’s richtig vernommen habe, gibt es da durchaus gegensätzliche Ansichten unter den echten SEOs. Ich meinerseits bin der Meinung, dass SEO und SMO zukünftig Hand in Hand gehen bzw. aufeinander aufbauen werden. Ohne gute SEO Vorarbeit kann sich die anschließende SMO schwieriger gestalten. Social Media leben zu einem beachtlichen Teil von der Aggregation externer Inhalte. Diese externen Inhalte muss man erst finden. Beim Verzicht auf SMO schöpft man wiedrum nicht alle Möglichkeiten aus und wird es schwer haben, die fortgeschritteneren Wettbewerber hinter sich zu lassen.
Also, der Gewinner von 2011 hat seine SEO Hausaufgaben gemacht und hält im Bereich SMO Schritt mit der Zeit. Spannend wird für mich in diesem Zusammenhang vor allem die Entwicklung von Methoden im Bereich SMO sein. Aktuell probieren wir ja alle mehr oder weniger rum.
Ob SEO / SMO oder SEO+SMO wird allerdings auch in 2011 die Qualität der Inhalte einer der Hauptschlüssel zu ihrer verbesserten Verbreitung sein.”
Jan sagt: “Nein, an eine Ablösung glaube ich nicht. Aus meiner Sicht sind SEO und SMO zwei sich ergänzende Facetten im Wettbewerb um Aufmerksamkeit im Web. Deutlich wird das u.a. daran, dass das Ergebnis von SMO, die von Usern verbreiteten (Back-)Links, sich auf die Suchmaschinenrankings auswirken und damit quasi wieder zu SEO werden. Also immer schön beides machen ;-)”
Pic: trps
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HR & Recruiting•
on Januar 28th, 2009•
Seit einigen Tagen liegen uns die Ergebnisse einer kleinen Feldstudie vor, die wir zur Unterstützung unserer Arbeit als “Talentsucher” durchgeführt haben. Es handelte sich dabei um eine Umfrage mit dem Ziel, das Suchverhalten von Stellensuchenden zu analysieren. Zu diesem Zweck haben wir 736 Menschen verschiedener Berufe an zufällig gewählten Orten in Hamburg befragt. Der einfache Fragebogen bestand aus folgenden Fragen.
Geschlecht:
Alter:
Beruf:
Nutzen Sie das Internet zur Stellensuche?
Nutzen Sie Online-Stellenportale, Suchmaschinen (Google, Yahoo) oder beides?
Welche Suchbegriffe verwenden Sie bei Ihrer Suche mit Suchmaschinen?
Neben der Hauptfrage, ob und wie das Internet zur Stellensuche eingesetzt wird, ging es uns vor allem darum, einen Einblick in die Auswahl der Suchbegriffe zu gewinnen. Daher haben wir die Gesamtmenge der genannten Suchbegriffe auf erkennbare Tendenzen untersucht. Die Ergebnisse stellen wir hier auszugsweise zur Verfügung:
Die Verteilung der Befragten hinsichtlich des Geschlechts lag bei 32% weiblichen zu 68% männlichen Teilnehmern.
Die Befragten wurden in Abhängigkeit von dem ausgeübten Beruf in 10 Berufskategorien zusammengefasst:
Kaufmännisch leitend (z.B Geschäftsführer, Fililaleiter, Projektleiter) – 5%
Kaufmännisch Büro/Sachberabeitung (z.B. Buchhalter, kaufmännische Angestellte, Automobilkaufleute) – 26%
Kaufmännisch Vertrieb (z.B. Außendienstmitarbeiter, Einzelhandelskaufleute, Reise-Verkehrskaufleute) – 5%
Handwerker (z.B. Maschinenschlosser, Elektroanlagenmonteur, Tischler) – 13%
IT (z.B. Fachinformatiker, Systemadministrator, Programmierer) – 7%
Beamte (z.B. Beamter, Finanzbeamter, Verwaltungsbeamter) – 4%
Ingenieure / Techniker (z.B. Techniker Kälte- / Klimatechnik, Ingenieur Energiewirtschaft, Ignenieur Verkehrswesen) – 7%
Helfer (z.B. Fachkraft für Lagerlogistik, Fachkraft für Lagerwirtschaft, Gabelstaplerfahrer) – 4%
Sonstige (z.B. Pressesprecherin, Geiger, Postbote, Sozialpädagoge) -21%
Studenten (z.B. BWL, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik) – 8%

Als zentrales Ergebnis läßt sich festhalten, dass mit 85% die überwältigende Mehrheit der Befragten das Internet für die Stellensuche einsetzt. Dabei dominiert die kombinierte Suche über die gängigen Suchmaschinen (Google, Yahoo, MSN) und Online-Stellenportale. Lediglich 3% der Befragten nutzen ausschließlich Online-Stellenportale. 12% der Befragten nutzen das Internet nicht für die Stellensuche.
Die Analyse der Verteilungen innerhalb der einzelnen Berufsgruppen liefert einige bemerkenswerte Ergebnisse. So ist z.B. der Anteil der “Internetskeptiker” unter den Handwerkern mit 24% und unter den Beamten mit 23% mit Abstand am höchsten. Bei den ITlern ist der Anteil der Befürworter der kombinierten Online-Stellensuche mit 94% so hoch, wie bei keiner anderen Gruppe.
Auch die Auswertung aller von den Befragten genannten Suchbegriffe (Mehrfachnennungen waren erwünscht), lässt gewisse Tendenzen erkennen. So werden Kombinationen aus mehreren Suchbegriffen deutlich öfter verwendet als einzelne Suchworte. Am häufigsten wird dabei der eigene Beruf in Kombination mit einem anderen berufs- oder branchenrelevanten Begriff eingesetzt.
Zusammenfassend empfehlen wir Unternehmen mit Personalbedarf, die Ergebnisse dieser, wenn auch nicht repäsentativen Umfrage, zum Anlass zu nehmen, ihre Personalsuchstrategien im Internet kritisch zu hinterfragen. Die Tatsache, dass Websuchmaschinen neben den Online-Stellenportalen von der Mehrheit der Befragten als Ausgangspunkt für die Stellensuche betrachtet werden, zeigt auf, dass eine ausschließlich auf Online-Stellenportalen aufbauende Suchkampagne dem Suchverhalten der Stellensuchenden nicht mehr gerecht wird. Sie birgt die Gefahr, dass ein Stellensuchender, der sich nebenbei bemerkt unter mehreren Hundert Onlinestellenportalen zurecht finden muss, erst gar nicht in die Nähe Ihrer Stellenanzeige gelangt. Aus diesem Grund können sich Investitionen in Online-Stellenanzeigen (bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Auffindbarkeit der eigenen Stellenangebote in den gängigen Suchmaschinen) leicht als Fehlinvestition erweisen.
Um Sie mit weiteren Informationen zu diesem Thema versorgen zu können, bitten wir Sie an der nachfolgenden Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir selbstverständlich regelmäßig hier im Blog.
“Merry lettuce snails I” – Vorschaubild von tillwe
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