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Wie man Mitarbeiter zur Beteiligung an Social Media motiviert

von Jan Kirchner am 8. Februar 2012 · 13 Comments · In Business

Wenn Unternehmen einen Social Media Auftritt vorbereiten, merken die Verantwortlichen meist schon in der Planungsphase, das die Unterstützung und Mitwirkung der anderen Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist. Weniger offensichtlich sind allerdings geeignete Maßnahmen um die Kollegen zur Teilnahme zu motivieren. Deshalb haben wir mal ein paar für Euch zusammengetragen:

Social Media Enthusiasten identifizieren und zu Evangelisten machen

Wissen und Können sind häufig dort am größten, wo Motivation intrinsisch vorhanden ist oder etwas klarer: Der Erfolg vieler bekannter Corporate Blogs und Facebookpages beruht auf der Begeisterung eines Mitarbeiters, dem es gelingt, seine Kollegen damit anzustecken. Es lohnt deshalb unbedingt, sich gleich zu Beginn der Auseinandersetzung mit Corporate Social Media einmal quer durch alle Abteilungen zu fragen und herauszufinden, welche Kollegen das Social Media Virus schon in sich tragen. Vielversprechende Anzeichen dafür sind z.B. intensive Smartphone-Nutzung, „I like“ oder „gefällt mir“ Aussprüche in Flur-Gesprächen und die Angewohnheit das Mittagessen in der Firmenkantine oder beim Dönermann um die Ecke zu fotografieren.

Versucht dann, diese Enthusiasten für Euer Vorhaben zu gewinnen und sie offiziell als Berater für Euer Projektteam hinzuzuziehen. Falls das nicht geht, macht es inoffiziell! Warum das so wichtig ist? Weil sie das Potenzial haben als Social Media Botschafter den internen Kulturwandel zu beschleunigen und extern bereits über funktionierende Online-Netzwerke verfügen, die eine wertvolle Starthilfe sind!

Community-Manager in die Strategieentwicklung einbeziehen

Bezieht die für die Social Media Betreuung und das Community-Management vorgesehenen Mitarbeiter von Anfang an in die Strategieentwicklung ein. So setzen sie später ihre eigenen Ideen um statt nur im Auftrag zu handeln. Außerdem fungieren sie im laufenden Betrieb ohnehin als Strategie-Korrektiv, da sie durch Ihre Nähe zur Community als erstes Feedback bekommen.

Social Media Workshops und Mentorenprogramm anbieten

Um möglichst viele Kollegen zur Beteiligung an den Social Media Aktivitäten Eures Unternehmens zu motivieren, müssen Berührungsängste abgebaut werden, die z.B. aufgrund negativer Presse-Berichterstattung oder fehlendem Anwenderwissen in den Köpfen herumschwirren. Hier haben sich freiwillige In-House-Workshops für alle Mitarbeiter als sehr erfolgreich bewiesen. Idealerweise werden die von den vorhandenen Social Media Enthusiasten durchgeführt, die dann auch außerhalb der Workshops automatisch als Social Media Mentoren fungieren und ihre Kollegen zur Aktivität ermutigen.

Eine klare Strategie und Hilfestellungen für den Social Media Alltag

Eine eindeutige und einfache Richtungsvorgabe hilft Mitarbeitern dabei, Ideen zur Erreichung des Ziels zu entwickeln, geeignete Inhalte zu identifizieren und Geschichten ansprechend aufzubereiten. Darüber hinaus können auch Hilfestellungen für das Social Media Alltagsmanagement dabei helfen, Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern, z.B. leicht verständliche Anleitungen zum Bloggen, Facebooken und Twittern. Hilfreich ist es auch der Themenfindung feste Zeiten einzuräumen, z.B. wöchentliche oder monatliche Themen-Brainstormings, damit immer ein kleiner Themenpool vorrätig ist. Hier können sich dann diejenigen bedienen, denen spontan nichts einfällt.

Social Media Guidelines positiv formulieren

Die beste Motivation hilft nichts, wenn sie kurz nach ihrem Aufkeimen direkt wieder erstickt wird. Social Media Guidelines dienen dazu Mut zu machen und Mitarbeiter zu ermuntern. Das gelingt nur mit einer entsprechenden Sprache! Verbotsartige Formulierungen und Unterlassungsaufforderungen schüren Ängste und so schaffen Social Media Guidelines häufig Verunsicherungen, wo sie eigentlich Hilfestellung sein möchten. Also beauftragt damit vielleicht nicht unbedingt die Rechtsabteilung ;-)

Incentivierungsprogramme

Möglich ist auch die Einführung eines Incentivierungsprogramms für das Erreichen vorgegebener Ziele , z.B. in Form eines Team-Events bei Erreichen einer bestimmten Anzahl von Facebook-Fans, Blog-Lesern oder Twitter-Followern . Und dann wäre da noch diese Idee:

 

Kennt ihr noch andere Wege Kollegen zur aktiven Social Media Mitarbeit zu motivieren? Dann ab damit in die Kommentare!

Pics: Nathan Suter (CC BY-SA 2.0) & Charlie Curve (CC BY-SA 2.0)

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  • http://www.knabenreich-consult.de/blog Henner

    Sehr gut auf den Punkt gebracht und hilfreich. Wird weiterempfohlen!

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  • http://www.mw-personalberatung.de/ Johannes Mattern

    Einerlei, ob man den Social-Media-Auftritt als PR oder zum Recruiting nutzen möchte, ich glaube, die größte Herausforderung ist dann, die Sache auf Dauer am Laufen zu halten.

    Und die Balance zwischen Steuerung im Sinne der Unternehmensziele (Stichwort Guidelines) und Authentizität aufrecht zu erhalten (letztere ist enorm wichtig für die Glaubwürdigkeit des ganzen Projektes und die Motivation der Beteiligten).

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  • Pingback: Perlen der Woche: Social What? Cluetrain revisited u. unterhaltsam as Pitch can | Von Tim Krischak | Kommunikation – zweinull

  • B Gutmann

    Die Skepsis geht durch alle Branchen. Die, die nichts mit dem Thema zu tun haben, lehnen es erst einmal als “Spielerei” ab. Wer sich aber einmal damit beschäftigt, schärft das Verständnis. Ich habe so eine Art “Anleitung für Facebook” an alle Mitarbeiter versendet, denn sie sind ja schon neugierig und an dem Punkt kann man sie abholen. Es ist aber nicht immer eine Frage des Alters, sondern der Einstellung zu neuen Dingen.

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  • Pingback: HR Blogposts der Woche 6/2012 | HR Software Blog

  • Lore Reß

    Social Media nur nach aussen hin (Marketing, Pr ….) einzusetzen reicht nicht aus. Wenn, dann muss auch auch die unternehmensinterne Kommunikation von Email mit CC und BCC auf Nutzung der Social Network Services umgestellt sein. Ein Unternehmen kann nie glaubhaft nach aussen mit offener Kommunikation werben, wenn’s drinnen streng hierarchisch zugeht.
    Also erste  mal die interne Kommunikationskultur verbessern (hilft auch der Weiterbildung und der Wissensverteilung und -bewahrung) und dann nach aussen gehen.

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