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Work-Life-Balance – Teil 1: Smartphones

von Tobias Kärcher am 5. Juli 2011 · 4 Comments · In Recruiting

“Hör auf zu arbeiten!” höre ich manchmal, wenn ich am Wochenende Mails lese. Und natürlich fühle ich mich dabei oft ertappt. Ich bekomme alle Mails, ob beruflich oder privat, auf mein Handy. Und so lese ich natürlich auch mal schnell, was Frau X, Firma Y oder Netzwerk Z in den beruflichen Mailkonten von mir wollen. “Ich mache ja nichts, ich schau nur was es ist!” antworte ich dann. Natürlich stimmt das so nicht ganz. Ich bewerte den Inhalt der Mail, schätze zumindest deren Priorität ein und bin für einen Moment mit den Gedanken schon wieder beim Montag.

Dabei spielen technische Entwicklungen natürlich eine große Rolle: Waren Blackberrys und Palm Organizer vor vor wenigen Jahren Statussymbole des gehobenen Managements, so lässt sich inzwischen bald “jeder” (dank günstiger Smartphones und mobilen Internetflatrates) anpingen, sobald sich in irgendwelchen Onlinekonten etwas tut. Wie sehr hat sich unsere Work-Life Balance alleine durch das Smartphone verändert? Laut einer BITKOM-Studie beträchtlich:

  • Waren vor zwei Jahren noch 72% der Berufstätigen nach dem Feierabend erreichbar, so sind es heute bereits 88%.
  • 29% der Arbeitnehmer geben an, jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichbar zu sein
  • 44% sind immerhin zeitweise außerhalb ihrer Arbeitszeiten für Kunden oder Kollegen erreichbar.
  • Nur 15% sagen, sie wären nur in Ausnahmefällen zur Verfügung.

Auch eine Infografik von iPass hat sich mit dem Freizeitkiller Smartphone befasst und zeigt, wie weit wir die Arbeit mittlerweile in unsere privatesten Bereiche lassen:

Na, erwischt? Nun bin ich nie selten jemand gewesen, der Arbeit als abzusitzende 9-5-Maloche ansehen musste. Ich habe das Glück, etwas zu tun, das mir Freude macht; deswegen sichere ich meine Freizeit selten “aktiv” gegen berufliche Einflüsse ab. Aber gerade diejenigen, die dort keine scharfe Trennlinie ziehen wollen, sollten sich bemühen die nötige Balance nicht aus den Augen zu verlieren und durchzusetzen! Es ist auch Aufgabe eines Arbeitgebers, hier flexible Lösungen zu unterstützen und dabei die Zeit des Mitarbeiters zu respektieren. Eine aktuelle Recruiting-Kampagne, die dieses Problem wunderbar aufgreift, zeigen wir Euch hier!

Pic: Johan Larsson (CC BY 2.0)

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  • http://twitter.com/beyond9to5_de Tanja Handl @ B95

    Wow…Ziemlich überraschende zahlen.

    Ich hab ebenfalls keinen klassischen 9-to-5-Job – entscheide aber trotzdem klar zwischen Zeit für Arbeit und Zeit für mich/Familie/Freunde. Mein Handy liegt zwar, da ich es als Wecker nutze, ebenfalls auf dem Nachttisch, aber mir würde nicht einfallen, dafür meinen Schlaf zu unterbrechen.

    Zur Abhängigkeit von Mobiltelefonen gab es übrigens auch eine spannende Studie der University of Maryland (http://www.techfieber.de/2011/04/19/mobilefieber-studie-immer-mehr-jugendliche-handy-suchtig/): Jugendliche bekommen tw. Phantomschmerzen, wenn sie vom Handy getrennt sind. Dagegen sind wir als sporadische Mailchecker ja noch harmlos. ;)

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  • Pingback: Work-Life-Balance - Teil 2: Die "Werde der Chef deines Lebens"-Kampagne von der Telekom | Wollmilchsau

  • R Sprenger

    Ich lese meine geschäftliche E-Mails inzwischen gerne während der “Pausen” am Wochenende. Anstatt den Montag Morgen mit 50 ungelesenen Mails zu starten empfinde ich es äußerst angenehm diese Minuten mit einem Small Talk zu verbringen. So gesehen fördert das Social Media Zeitalter wieder die Kommunikation.

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  • Pingback: Warum Work-Life-Balance immer Kontrollverlust bedeutet | Wollmilchsau

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